30. Dezember 1968: Getümmel auf den Hügeln vor der Stadt

30.12.2018, 07:54 Uhr

© Hans Kammler

Wo sich ein Hügel bot, wurde geübt: im Stadtgraben, am Marienberg oder am Silbersee. Auf den Weihern tummelten sich Schlittschuhläufer und kullerten die Stöcke der Eisschützen. Den größten Spaß hatten natürlich die Kinder. Sie konnten kaum erwarten, bis sie die Schlitten aus den Kellern holen durften. "Bahn frei" riefen sie schon, wenn sie an den Rodelplätzen angekommen waren.

© Hans Kammler

Am Schmausenbuck zeigten die größeren Buben und Mädchen, wie geschickt sie die Kurven nehmen können. Auf den Schlitten liegend, steuerten sie, Rennfahrern gleich, ihre schnellen "Untersätze". Als echte Sportler zogen sie nach rasanter Fahrt ihre "Maschinen" wieder zum Startplatz. Lifte für Schlittenfahrer gibt es zum Glück noch nicht.

Kraftfahrer waren vorsichtig

Die geübteren Wintersportler zog es per Bahn oder im Auto hinaus zu den Höhen der Fränkischen und Hersbrucker Schweiz. Gegen abend kehrten die Scharen wieder in die warmen Stuben zurück. Die Polizei freute sich über die vorsichtigen Kraftfahrer: im Stadtgebiet gab es keine nennenswerten Unfälle. Auch sonst war es ziemlich friedlich.

Die Feuerwehr mußte gestern abend Feuer in einer Werkstatt in der Schloßstraße löschen. Die Männer vom Straßenreinigungsamt hatten auch am Samstag und Sonntag Hochbetrieb. Was sie tags zuvor an Schnee weggeräumt und zur Seite geschoben hatten, wurde nachts neu aus den Wolken angeliefert. Besonders am Sonntagmorgen machte der Neuschnee arg zu schaffen. Zum Glück herrschte lange Ruhe auf den Straßen, so daß es zu keinen größeren Behinderungen kam. Auch die "Schipper vom Dienst" mühten sich vor den Wohnhäusern redlich, um die Gehwege freizuschaufeln.

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