300 neue Wohnungen: Großprojekt am Wöhrder See geplant

RESSORT: Lokales / Sonstiges..DATUM: 14.09.16..FOTO: Michael Matejka  MOTIV: Mitarbeiterporträt / Mitarbeiterportrait Claudia Beyer ANZAHL: 1 von 1..Veröffentlichung nur nach vorheriger Vereinbarung
Claudia Beyer

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13.10.2020, 05:57 Uhr
So soll es aussehen: Vis-à-vis vom Business-Tower entsteht an der Ostendstraße das Quartier „Seetor City Campus“ mit dem markanten Wohnturm.

So soll es aussehen: Vis-à-vis vom Business-Tower entsteht an der Ostendstraße das Quartier „Seetor City Campus“ mit dem markanten Wohnturm. © Foto: Instone Real Estate

Sämtliche vorbereitende Maßnahmen wie Abbruch, Erdarbeiten und Erschließung sind weitestgehend beendet, derzeit läuft der Erdaushub für die Tiefgarage. Anfang 2021 starten die Betonarbeiten auf dem 18.375 Quadratmeter großen Areal. Die Fertigstellung ist für das erste Halbjahr 2023 geplant.


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Die Gewerbeflächen mit Büroräumen, Einzelhandel und Dienstleistungsangeboten sind zur Straße hin ausgerichtet und dienen als Lärmschutz für die dahinterliegende Wohnbebauung. Insgesamt 300 Wohnungen sollen hier in der Nähe des Wöhrder Sees entstehen. Ein Drittel werden gefördert, von den 200 frei finanzierten Wohneinheiten sind 120 in einem Wohnturm. Dieser soll mit seinen 18-Stockwerken als das von weitem sichtbare Markenzeichen des Neubauprojekts fungieren – der kleine Bruder des Business-Towers diagonal gegenüber. Geplant sind Ein- bis Sieben-Zimmer-Wohnungen, der Vertrieb hat begonnen. Die 300 Quadratmeter große Wohnung ganz oben in dem knapp 60 Meter hohen Turm und weitere seien bereits reserviert, berichtet Andreas Zeitler, Niederlassungsleiter Bayern Nord bei Instone Real Estate. "Mit dem Seetor-Projekt entsteht ein urbanes Stadtquartier mit vielen Facetten. Durch die Nutzungsmischung am Standort ist es möglich, Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Ausgehen zu verbinden", ergänzt er.

Öffentliche Grünflächen

Ein Gemeinschaftsprojekt: Instone Real Estate realisiert die frei finanzierten Wohnungen, GBI Wohnungsbau ist zuständig für den geförderten Wohnraum und das Erlanger Immobilienunternehmen Sontowski & Partner für das Gesamtkonzept und die Gewerbefläche.

Ferner kommen öffentliche Grünflächen mit Spiel-, Ruhe- und Begegnungszonen auf insgesamt 7400 Quadratmetern sowie eine Tiefgarage mit 540 Stellflächen hinzu. Wie berichtet, sind Anwohner in Sorge, dass mit dem neuen Quartier, der Parkdruck im Viertel weiter wächst. "Wir haben das Projekt als solches stets begrüßt", sagt Wolfgang Köhler, Vorsitzender des Bürger- und Geschichtsvereins Mögeldorf. Er räumt jedoch in puncto Parksituation ein: "Wir befürchten, dass es eng wird." Vor gut einem Jahr hat der Verein die Schaffung eines Quartiersparkhauses ins Gespräch gebracht – und auch gleich mögliche Standorte genannt. Köhler appelliert an die Stadt, dies trotz Mobilitätskonzept und guter Straßenbahn-Anbindung zu prüfen.


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Zeitler meint: "Das Thema Mobilität muss bei einem großen Quartiersprojekt wie Seetor City Campus ganzheitlich gedacht werden und spielte von Beginn der Planungen an eine wichtige Rolle. Die Stadt Nürnberg unterstrich die Bedeutung eines Mobilitätskonzeptes, weshalb dieses in einem städtebaulichen Vertrag bindend festgehalten wurde." Eckpfeiler seien dabei ein Car-Sharing-Angebot, E-Ladestationen für E-Autos und E-Bikes, die Bereitstellung eines Kontingents von ÖPNV-Jahrestickets und die Integration des vorhandenen öffentlichen Verkehrs in die Planung.

Landeskirche gibt grünes Licht

Auch auf dem benachbarten Areal – also zwischen dem "Seetor City Campus" und dem Wöhrder See – tut sich etwas. Es umfasst 7800 Quadratmeter und befindet sich im Besitz der evangelischen Gemeinde Mögeldorf. Der Großteil des Grundstücks ist momentan ein Fußballfeld, das jedoch kaum genutzt werde, sagt Pfarrer Ulrich Bauer-Marks. Zudem befindet sich dort das Gemeindehaus mit Pfarrhaus und ein Parkplatz.

Bauer-Marks bestätigt auf Anfrage des Stadtanzeigers, dass die Evangelische Landeskirche nun grünes Licht gegeben habe, das Grundstück zu bebauen. "Wir wollen an dem Standort wieder ein evangelisches Gemeindezentrum haben, gut sichtbar und mit Leben aus dem Quartier gefüllt. Es soll Wohnungen – natürlich auch geförderte – geben und wir wollen Raum für Jugendarbeit", informiert Bauer-Marks. Man sei mit der Stadt im Gespräch, "aber die Planungen sind noch nicht konkret". Es sei eine Verbindung zum "Seetor City Campus" angedacht.

Mehr Informationen unter www.seetor-nuernberg.de

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