Freitag, 22.01.2021

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Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit": Umsteigen lohnt sich

Nicht nur in der Freizeit sportlich betätigen - 21.05.2015 20:27 Uhr

Mit historischen Rädern aus der Sammlung des Museums Industriekultur geben Bürgermeister Christian Vogel (rechts) und Organisationsreferent Wolfgang Köhler (2. von links) mit weiteren Mitstreitern das Startsignal für die Aktion.

21.05.2015 © Foto: Weigert


Die Aktion, ins Leben gerufen von der AOK und dem Fahrradclub ADFC, will noch mehr Bürger motivieren, sich nicht nur in der Freizeit sportlich zu betätigen, sondern sich auch sonst im Alltag mehr zu bewegen. „Schon eine halbe Stunde täglich stärkt das Immunsystem sowie Herz und Kreislauf“, betont Klaus Alter von der AOK Nürnberg. Im vergangenen Jahr hatten sich 50.000 Teilnehmer in Bayern registrieren lassen, davon rund 4000 in Nürnberg — dazu kommt sicher eine unbekannte Zahl aktiver Radler, die auch ohne Werbeaktion in die Pedale treten.

Die Initiative soll nicht zuletzt die Bedeutung von Prävention und Gesundheitsförderung in den Betrieben noch stärker bewusstmachen. Besonders viele Teilnehmer meldeten zuletzt — neben der Stadt Nürnberg als großem Arbeitgeber — Firmen wie Datev, TNT Express, Eisen Personalservice und Burda Druck. „Einige Unternehmen haben die Aktion bereits zum Anlass genommen, um zum Beispiel sichere Abstellplätze und spezielle Duschen für die Mitarbeiter anzubieten, die gerne mit dem Rad kommen“, so Alter weiter.

Dass das Umsteigen aufs Rad auch der Umwelt nützt und die „Radlerfraktion“ in der Stadt stärkt, ist ebenfalls mehr als ein willkommener Nebeneffekt. „Bei einem Radfahrer-Anteil von 13 Prozent in Nürnberg ist noch viel Luft nach oben“, stellt ADFC-Vorsitzender Jens Ott fest. „In Erlangen liegt er bei fast 30 Prozent.“

Wegen der Gesundheitsförderung wird die Aktion traditionell sowohl vom Verband der Bayerischen Wirtschaft wie vom DGB unterstützt — auch wenn beide Seiten beispielsweise beim Rentenalter unterschiedliche Positionen vertreten. „Aber hier hängt eben alles zusammen: Wenn Radfahren fit hält, ist das am Ende gut für die Sozialkassen und auch die öffentlichen Finanzen, also uns alle“, stellt der DGB-Regionsvorsitzende Stephan Doll fest.

Wer bis 21. September mindestens 20 „Radtage“ nachweist, hat die Chance auf attraktive Gewinne. Alle Informationen und Anmeldung im Internet unter www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de.

Wolfgang Heilig-Achneck

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