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Amazon baut Logistikzentrum auf ehemaligem Grundig-Gelände

Ausschachtungsarbeiten laufen schon - Stadtspitze wenig begeistert - 18.10.2020 19:18 Uhr

Vom ehemaligen Grundiggebäude in Nürnberg aus sollen in Zukunft Amazon-Lieferungen versendet werden.

© Christoph Schmidt/dpa


"Wir haben keine Möglichkeit etwas zu verhindern, denn der Standort ist schon ein Logistikstandort", sagt Baureferent Daniel Ulrich. Das geplante Amazon-Logistikzentrum soll eine Fläche von 68.000 Quadratmetern belegen. Das DHL-Zentrum gegenüber ist mit 12 Hektar fast doppelt so groß. Ulrich hätte gerne das wertvolle Grundstück mit etwas anderem als einem Logistikbetrieb belegt. Auch Thorsten Brehm, SPD-Fraktionsvorsitzender, hält wenig von der Nutzung: "Da gibt es kaum Wertschöpfung. Das Projekt wollten wir nicht haben, denn der Einzelhandel gerät damit weiter unter Druck."

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Amazon hat das Gelände nicht selbst gekauft. Erworben hat es eine Hamburger Firma. Die Vertreter von Amazon sind aber in enger Abstimmung mit der Baubehörde. Der Versandhändler baut grundsätzlich insgesamt drei Typen von Logistikzentren. Das neue in Nürnberg gehört zur kleinsten Kategorie. Von dort aus soll vor allem mit Sprinter-Fahrzeugen die Warenverteilung innerhalb von 24-Stunden möglich sein. Die 123 Mitarbeiter werden in drei Schichten an sechs Tagen arbeiten. Von Null bis acht Uhr erfolgt die Anlieferung mit großen Lkw. Danach werden die Waren auf Sprinter-Fahrzeuge verteilt und zugestellt. Das Konzept sieht vor, dass die 64 Sprinter-Fahrzeuge den Messe-Verkehr nicht behindern. Geplant ist der Einsatz von Elektrofahrzeugen.

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