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Ärger an der Wöhrder Wiese: Stadt fällt mehr Bäume

Arbeiten in Nürnberg riefen Anwohner auf den Plan - 05.02.2021 12:17 Uhr

Vor allem im Stadtgebiet erhitzen Baumfällungen oft die Gemüter. (Symbolbild)

12.01.2018 © Jan Woitas/dpa


In der offiziellen Pressemitteilung der Stadt hatte dies noch anders geklungen. Dort war die Rede von neun Weißdornen, zwei Vogelkirschen, acht Erlen, drei Eschen und zwei Ahornen mit einem Stammdurchmesser zwischen zehn und 89 Zentimetern. Sie müssten einem Bauvorhaben der Technischen Hochschule weichen, hieß es.

Massiver Eingriff?

Anwohner fürchteten daraufhin einen massiven Eingriff in ein wichtiges Naherholungsgebiet, das zudem eine wichtige Funktion als Kaltluftschneise innerhalb der Stadt habe. "Natur- und landschaftschutzrechtlich" wäre das nicht hinnehmbar, heißt es in einem Schreiben an die Redaktion.

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Doch diesen Vorwurf weist der für die Baumfällarbeiten zuständige Servicebetrieb Öffentlicher Raum entschieden zurück. Bei der Baumaßnahme handele es sich um die Sanierung einer Entwässerungsleitung der Technischen Hochschule.


Jahrhundertealte Bäume am Nürnberger Klinikum mussten weichen


Der Verlauf der Einleitung sei extra so gewählt worden, dass möglichst wenig Bäume gefällt werden mussten, betont SÖR-Sprecher André Winkel. Bei den ursprünglichen Planungen wäre eine der großen Säulenpappeln betroffen gewesen. Das habe man durch die neue Variante vermeiden können.

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Bei 17 der 24 Bäume handele es sich zudem um Baumsämlinge oder, wie beim Weißdorn, eher um Büsche als Bäume. Lediglich zwei der drei Eschen seien als Einzelbäume erkennbar. Dass der Anwohner sich Sorgen gemacht hatte, hatte allerdings auch mit einem Fehler in der städtischen Pressemitteilung zu tun.


Hier werden in Nürnberg wieder Bäume gefällt


Dort war von einem Stammdurchmesser von bis zu 89 Zentimetern die Rede. Tatsächlich aber hatte der größte Baum einen Stammdurchmesser von 29 Zentimetern. "Dort ist dem Baumkontrolleur ein Fehler unterlaufen", betont Winkel.

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