Ärger um stille Örtchen in Nürnberg: CSU kritisiert Vogel

18.7.2017, 20:20 Uhr
Zuletzt sammelten Klo-Aktivisten in Nürnberg Unterschriften für mehr öffentliche Toiletten. (Symbolbild)

Zuletzt sammelten Klo-Aktivisten in Nürnberg Unterschriften für mehr öffentliche Toiletten. (Symbolbild) © Günter Distler

Still ist es geworden um die stillen Örtchen. Nachdem die Stadt am Inneren Laufer Platz 70.000 Euro im Boden versenkte, weil sie nach dem Aufschaufeln des Asphalts feststellen musste, dass sich die archäologischen Funde keinesfalls mit einem Klo vertragen, wollte Vogel zu Alternativstandorten nichts mehr sagen. Drei stünden fest. Wo, bleibt geheim.

Die CSU-Fraktion will sich damit nicht abfinden. "Das Konzept zur Errichtung von öffentlichen Litfaßsäulen-Toiletten hängt augenscheinlich in der Umsetzung dem ursprünglichen Ziel von drei Standorten pro Jahr hinterher", steht im Antrag für den Stadtrat. Die Verwaltung soll berichten, wie sie dem Mangel beikommen will.

Dazu seien "Angaben zu den geplanten Standorten und den anfallenden Kosten der Standortprüfung" erforderlich. Vogel sei nicht nur in der Causa Toiletten-Litfaßsäulen "unser Ankündigungsbürgermeister", sagt CSU-Stadtrat Marcus König.

"Wenn man große Pläne hat, sollte das auch Hand und Fuß haben." Bei Vogel habe die CSU den Eindruck, dass nach Ankündigungen lange herumprobiert wird, "und dann kommt die Rolle rückwärts".

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