Auch in Nürnberg wurde Polizei bei "Reichsbürger" fündig

8.2.2017, 09:01 Uhr
Auch in der Nürnberger Südstadt durchsuchte die Polizei ein Anwesen.

Auch in der Nürnberger Südstadt durchsuchte die Polizei ein Anwesen. © NEWS5 / Schlelein

Rund 300 Einsatzkräfte der Polizei durchsuchten am Dienstag in drei Bundesländern 15 Wohn- und Geschäftsadressen von insgesamt 16 Tatverdächtigen - mutmaßlichen sogenannten Reichsbürgern - wegen des Verdachts der banden- und gewerbsmäßig begangenen Urkundenfälschung und Amtsanmaßung. Auch in Nürnberg waren die Beamten aktiv.

In einem in Nürnberg durchsuchten Haus stießen die Kriminalbeamten auf mehrere Lang- und Kurzwaffen, für die der 56-jährige Besitzer zwar über waffenrechtliche Erlaubnisse verfügte, nach Überprüfung aber festgestellt wurde, dass zwei Schusswaffen und ein erlaubnispflichtiges Waffenteil fehlten. Weitere Abklärungen dauern hier noch an.

Die Durchsuchungen verliefen größtenteils ohne Vorkommnisse. Die Tatverdächtigen verhielten sich laut Polizei kooperativ. Einzig im Landkreis Haßberge wehrte sich zunächst ein 51-Jähriger, als die Beamten seine Wohnung betreten wollten. Bei der Durchsuchung fanden die Ermittler schließlich eine Schreckschusswaffe, die offensichtlich manipuliert war.

Der Revolver und 44 Patronen zugehöriger Munition wurden sichergestellt.

In anderen Häusern und Wohnungen fanden die Polizisten zudem eine "Reichsbürgerfahne", zahlreiche Dokumente, Urkunden-Formulare und Speichermedien, die nun ausgewertet werden.