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Donnerstag, 17.10.2019

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Aufruf zur Lichterkette: Zeichen gegen Antisemitismus in Nürnberg

Am Freitag um 17.30 Uhr geht die Solidaritätsaktion los - 10.10.2019 17:42 Uhr

Zur Lichterkette aufgerufen haben Oberbürgermeister Ulrich Maly, die Bürgerbewegung für Menschenwürde und die Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion. Treffpunkt für die Solidaritätsaktion ist um 17.30 Uhr an der Ecke Kilianstraße/Arno-Hamburger-Straße im Norden der Stadt. Teilnehmer werden gebeten, ein Licht mitzubringen.

"Wir sind tief erschüttert und traurig angesichts des antisemitischen und rechtsextremistischen Anschlags in Halle. Unseren jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern sowie der jüdischen Gemeinschaft in ganz Deutschland gilt unsere ungeteilte Solidarität", heißt es in dem Aufruf zur Lichterkette. "Unsere Anteilnahme gilt den Angehörigen und Verletzten, die Opfer einer so sinnlosen und verabscheuungswürdigen Tat geworden sind."

In einer weiteren Erklärung fordert die Bürgerbewegung: "Es ist nun höchste Zeit, dass die Zivilgesellschaft über Partei- und Konfessionsgrenzen hinweg dem Ungeist des Antisemitismus die Stirn bietet." Das Kompetenzzentrum Demokratie und Menschenwürde der katholischen Kirchen in Nürnberg erklärt: "Dass ein Rechtsextremist am helllichten Tag ungehindert Jagd auf jüdische Bürgerinnen und Bürger machen kann, stellt eine neue, abscheuliche Dimension des Antisemitismus dar."

Kundgebung in Ansbach

Die Regionalgruppe Ansbach der Bürgerbewegung für Menschenwürde ruft zudem heute für 18 Uhr zu einer Solidaritätskundgebung vor der Ansbacher Synagoge in der Rosenbadstraße auf. "Es darf nicht sein, dass Menschen mosaischen Glaubens in diesem Land knapp 75 Jahre nach dem Ende des Nazi-Reichs wieder und inzwischen in erheblichem Maß zur Zielscheibe von Hass und Gewalt werden", mahnt der Sprecher Ulrich Rach.

Der Arbeitskreis der Muslime Nürnberg zeigt sich über die Anschläge in Halle "zutiefst schockiert und entsetzt", so Mostafa Eljojo. "Allen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern gilt unsere Solidarität. Wir müssen uns gemeinsam als Menschen, egal welchen Glauben wir haben, diesem Hass und Terrorismus entgegen stellen."

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