Bahnhof-Baustelle sorgt für Ärger in der Königstraße

18.6.2017, 06:00 Uhr
Weniger Parkraum für Autos, mehr Platz für Fahrräder: An der Königstraße hat SÖR Ersatzflächen für Radler geschaffen, die vor dem Hauptbahnhof weichen mussten.

Weniger Parkraum für Autos, mehr Platz für Fahrräder: An der Königstraße hat SÖR Ersatzflächen für Radler geschaffen, die vor dem Hauptbahnhof weichen mussten. © Roland Fengler

Die Fahrradständer wurden auf Höhe der Aldi-Filiale gegenüber dem Abgang zur Königstorpassage aufgestellt. Drei Stellplätze für Autos fallen dadurch weg, bestätigte Tobias Dotzer, der Baustellenkoordinator der Stadt, am Freitag auf Anfrage. Spätestens Anfang November, wenn der umfangreiche Umbau des Bahnhofsplatzes beendet ist, sollen die Fahrradständer wieder abmontiert werden.

"Eine Kompromisslösung", sagt Dotzer. Am Hauptbahnhof kommen täglich zahlreiche Pendler an, die dann aufs Rad steigen, um zum Arbeitsplatz in Nürnberg zu kommen. Weil der Bahnhofsplatz nun zur Großbaustelle wird, mussten rund 100 Fahrradstellplätze weichen, die sich bislang am Ostausgang sowie rund um die Litfaßsäule am Hauptportal befanden. Große Ersatzabstellanlagen wurden am Nelson-Mandela-Platz geschaffen, so Dotzer.

Anlieger sind wenig erfreut

Allerdings habe der ADFC zu bedenken gegeben, dass dieser Bereich doch "etwas weit vom Schuss" liege. Deshalb reagierte der Servicebetrieb Öffentlicher Raum (SÖR) jetzt und ließ die zusätzlichen Fahrradständer in der Königstraße installieren. Bis zu 24 Radler können ihre "Drahtesel" hier abstellen, so Dotzer – abhängig davon, wie rücksichtsvoll die Nutzer agieren. Dass dafür drei Kfz-Stellplätze vorübergehend belegt werden, sei ein guter Kompromiss.

Anlieger äußerten sich gegenüber der Lokalredaktion weniger erfreut. Die Zahl der Parkplätze in dem Bereich sei ohnehin schon relativ gering, so der Geschäftsführer eines in der Königstraße angesiedelten Dienstleisters. Mit dem vorübergehenden Wegfall werde das Be- und Entladen für Anlieger noch schwieriger.

Unmittelbar nach dem Aufbau der Fahrradständer seien bereits Radler und Autofahrer aneinandergeraten. Einzelne Radfahrer hätten sich erfreut gezeigt, dass "endlich die Schrottkübel aus der Innenstadt verbannt" würden. Autofahrer wiederum von auswärts hätten zu bedenken gegeben, dass sie eben Parkmöglichkeiten bräuchten.

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