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BAMF-Mitarbeiter auf Facebook: "Europäisierung" für Afrikaner

Bundesamt distanziert sich - Beratung über weiteres Vorgehen - 21.06.2014 10:52 Uhr

Am Freitagvormittag postete das BAMF auf seiner Facebookseite einen Artikel, der seit Donnerstag auf nordbayern.de zu finden ist. In diesem geht es um eine afrikanischstämmige Familie, die wegen ihrer Hautfarbe über ein Jahr lang keine Wohnung finden konnte.

Einer der ersten Kommentatoren war direkt ein Mitarbeiter des Bundesamtes - wie auf seinem Facebookprofil einzusehen war. Er teilte der Netzgemeinde mit, dass auch er als Vermieter eine Kultur präferieren würde, die "den kulturellen Gegebenheiten adaptiert ist und weiß, wie man die Wohnung in einem moderaten Zustand hält". Ganz offen formulierte er, dass er daran zweifle, dass "es Afrostämmige schaffen, sich in diesem Kontext anzupassen" und schlug ein "Kultivierungsseminar" vor, um die betreffenden Personen zu "europäisieren".

Dieser Kommentar sorgte für viel Unmut, erst recht, als herauskam, dass der Mann für das BAMF arbeitet. Kurz darauf schaltete sich dann der Arbeitgeber ein und stellte klar, dass er sich "aufs Schärfste von den Äußerungen" des Mitarbeiters distanziere und "seine Kommentare mit aller Entschiedenheit" zurückweise. Das BAMF wies außerdem darauf hin, dass der betreffende Mitarbeiter nur "aushilfsweise" für das Amt arbeite.

Nun wird intern über das weitere Vorgehen gesprochen, heißt es in dem Kommentar. Am Samstagmorgen war das BAMF allerdings nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. 

Domescu Möller

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