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Baugenehmigung für den Augustinerhof erteilt

Realisierungszeitraum bleibt weiter unklar - 04.02.2014 13:00 Uhr

Diese Visualisierung zeigt, wie der Augustinerhof umgestaltet werden soll. © Animation: Stadt Nürnberg


Zudem wird eine Tiefgarage ermöglicht, die den Nutzern der neuen Gebäude insgesamt 357 Stellplätze anbieten kann. Die Baugenehmigung ist zunächst vier Jahre gültig; in welchem Zeitraum die Realisierung erfolgt, liegt in der Verantwortung des Bauherrn.

Bau- und Planungsreferent Wolfgang Baumann freut sich über die Nachricht: „Mit der Baugenehmigung kann nun das 2008 prämierte Wettbewerbsergebnis endlich umgesetzt werden. Damit kommt ein langer Prozess mit vielen Debatten und großem Engagement auf allen Seiten zu einem guten Ende". Desweiteren zeigt er sich zuversichtlich, dass die Bebauung, da nun der rechtliche Rahmen steht, in Angriff genommen werden kann und ein wichtiger "Eckstein für die Stadt am Fluss" gelegt wird.

Im Jahr 2008 hatte die alpha-Gruppe einen Wettbewerb für die Neubebauung des Augustinerhof-Areals im Herzen der Altstadt ausgelobt. Aus diesem Wettbewerb, der unter breiter fachlicher Beteiligung stattfand, ging das Berliner Büro Staab Architekten als erster Preisträger vor.

Die Umsetzung der Neubebauung ganzer Stadtviertel ist naturgemäß ein langwieriger Prozess. Im ersten Schritt fanden archäologische Arbeiten statt, bei denen ganz wesentliche neue Erkenntnisse über die Geschichte Nürnbergs gewonnen werden konnten. Auf der Basis des Wettbewerbsergebnisses reichte die Alpha-Gruppe dann einen Bauantrag ein.

Auf Grund der komplexen nachbarlichen Situation, der baulichen Enge vor Ort, spezieller wasser- und denkmalrechtlicher Fragen sowie weiterer, für ein derartiges Großprojekt in sensibler Lage nicht unüblicher, Zwänge wurden die Pläne in vielen Details mehrfach geändert, ohne jedoch die Idee des Wettbewerbs zu unterlaufen.

Die nun übergebene Baugenehmigung schafft Klarheit über die Planung. Damit sind nun die Voraussetzungen geschaffen, dass der Plan für das Grundstück in unmittelbarer Nähe des Hauptmarkts realisiert und so die Qualität der Altstadt weiterentwickelt wird.

Positiven Anklang fand die Baugenehmigung bei der Nürnberger SPD. Der Vorsitzende der Stadtratsfraktion, Christian Vogel, sieht darin ein "wichtiges und gutes Signal" für Nürnberg und seine Altstadt. Außerdem begrüßt er, dass sich mit diesem Entschluss womöglich die Debatte um einen Konzertsaal an dieser Stelle nun erledigt hat.

Der planunspolitische Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion, Gerald Raschke, unterstreicht die Bedeutung der Baugenehmigung, weil es sich beim Augustinerhof um das letzte Entwicklungsgrundstück im Herzen der historischen Altstadt handelt, dass nun wieder mit Leben gefüllt werden kann.

Lange Zeit wurde über die Verwendung des Areals diskutiert, wobei ganz unterschiedliche Ideen präsentiert und angedacht wurde wie eine Eislauffläche oder ein Konzertsaal. Ein jahrzehntelanger Planungsprozess mit vielen Höhen und Tiefen hat dazu geführt, dass das Gelände als lokaler "Schandfleck", als bekannteste ungenutzte Baufläche der Stadt bedauert wurde. Mit der Baugenehmigung für das 5200 Quadratmeter große Areal wünscht sich nicht nur die SPD-Stadtratsfraktion, dass "eine Wunde im Stadtbild geheilt wird".

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