Mittwoch, 13.11.2019

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Beleidigungen und Eier: Drei Demos hielten Nürnberg in Atem

Es kam zu Konfrontationen zwischen den politischen Lagern - 20.10.2019 10:15 Uhr

Drei Demonstrationen wurden am Samstag in Nürnberg abgehalten. Dabei kam es auch zu Auseinandersetzungen. © Günter Distler


Bereits im Vorfeld hatte die Polizei Nürnberg vor Verkehrsbehinderungen in Nürnberg gewarnt, denn in der Nürnberger Innenstadt waren gleich drei Demonstrationszüge unterwegs.

Bereits ab 10 Uhr zog ein "Trauermarsch zum 40. Todestag von Imam Hussein" vom Maffeiplatz zur Dianastraße. Während der gesamten Dauer kam es laut Polizei zu Verkehrsbehinderungen.

Konfrontationen gab es bei der Versammlung "Aufklärung über den politischen Islam", die wenig später startete und bis etwa 18 Uhr andauerte. Dabei kam es immer wieder zu gegenseitigen Provokationen. Aktivisten hatten gegenüber ein Puppentheater gegen Rassismus aufgebaut und machten mit Trillerpfeifen ordentlich Krach. Es kam zu Pfiffen und Zwischenrufen sowie weiteren geringen Sicherheitsstörungen. Etwa 30 Personen nahmen daran teil.


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Im Südstadtpark trafen sich gegen 16.15 Uhr Demonstranten unter dem Motto "Gegen den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der Türkei auf Nordsyrien / Rojava sowie die Unterstützung der Bundesregierung dabei". Gegen 15.30 Uhr startete die Versammlung mit der Auftaktkundgebung im Südstadtpark und zog dann los.

Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein Passant gegen 16.30 Uhr vor dem Westeingang des Hauptbahnhofes aus einer Gruppe heraus den sogenannten "Wolfsgruß" gezeigt haben. Danach kam es zu einer Auseinandersetzung. Außerdem wurden Eier in Richtung des Eingangsbereichs geworfen, die auch Polizeibeamte trafen. Verletzte gab es nicht. Nach Angaben der Polizei hatten sich nach wenigen Minuten die Gemüter wieder beruhigt und der Zug mit 750 Personen konnte fortgesetzt werden.


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Die Zwischenkundgebung am Hallplatz verlief störungsfrei. Gegen Ende der Versammlung provozierte ein augenscheinlich alkoholisierter Mann die Demonstranten. Wiederum suchten einige Teilnehmer die Auseinandersetzung mit ihm. Auch diesmal mussten die Polizeibeamten die Parteien voneinander trennen. Durch Einwirken des Versammlungsleiters und des eingeteilten Ordnungsdienstes konnten die Personen wieder beruhigt werden und der Zug setzte seinen Weg zum Plärrer fort. Dort endete die Versammlung mit der Abschlusskundgebung gegen 18.15 Uhr.

vek

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