Für die Aids-Hilfe

Benefiz-Haareschneiden in Nürnberg war ein voller Erfolg

Sabine Ebinger
Sabine Ebinger

Lokales Nürnberg

E-Mail zur Autorenseite

19.7.2022, 16:44 Uhr
Benefiz-Aktion für die Aids-Hilfe: Friseur-Weltmeisterin Sonja Fischer schneidet Manuela Praskalo die Haare.

© Stefan Hippel, NNZ Benefiz-Aktion für die Aids-Hilfe: Friseur-Weltmeisterin Sonja Fischer schneidet Manuela Praskalo die Haare.

Manche gehen zielstrebig zum großen Stand an der Lorenzkirche, andere schlendern langsam vorbei und bleiben neugierig stehen: Das Benefiz-Event an der Lorenzkirche am Samstag, 16. Juli, für die Aids-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth zieht die Blicke auf sich. Sieben Stunden lang bieten 20 Friseurinnen und Friseure aus der Metropolregion einen professionellen Haarschnitt - der Erlös fließt komplett in der Arbeit der Aids-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth.

Nach zwei Jahren Pandemie-Pause geht "Hair for Care" wieder über die Bühne. Der geschäftsführende Vorstand der Aids-Hilfe, Roald Sokolovskis, sagt: "Wir wollen zeigen: Wir sind auch noch da." Corona, Russlands Krieg gegen die Ukraine, Klimaschutz, steigende Preise: Andere Themen haben in den vergangenen Jahren die Schlagzeilen beherrscht. "Deswegen ist es wichtig, dass wir hier unsere Benefizaktion haben und damit sichtbar sind", meint Sokolovskis.

Bis 18 Uhr können sich Interessierte am Samstag bei der Benefizaktion an der Lorenzkirche professionell die Haare schneiden lassen.

Bis 18 Uhr können sich Interessierte am Samstag bei der Benefizaktion an der Lorenzkirche professionell die Haare schneiden lassen. © Stefan Hippel, NNZ

Die Zeiten sind auch für die Aids-Hilfe nicht einfach. Bei einem Jahres-Etat von gut einer Million Euro - das Geld kommt vom Bezirk Mittelfranken, von den Kommunen oder anderen Zuschussgebern - müssen ungefähr 100 000 Euro selbst über Spenden erwirtschaftet werden. In dieser schwierigen Zeit wächst zudem die Angst, dass so mancher Unterstützer die Zuschüsse kürzt. Dabei ist die Arbeit der Aids-Hilfe auch heute wichtig und gefragt. Fachvorstand Manfred Schmidt erwähnt, dass man sich nicht nur um das Thema Aids kümmere: "Wir sind eine Anlaufstelle für Sexualität und Gesundheit." Etwa auch beim Thema Affenpocken verzeichnet die Einrichtung Nachfragen.

"Eine Herzensangelegenheit"

Die jährliche Aktion "Hair for Care" ist an der Lorenzkirche mittlerweile gefragt: 1998 konnten Menschen sich zum ersten Mal günstig und für einen guten Zweck die Haare schneiden lassen. Aus der kleinen Initiative - anfangs hatte man noch nicht mal Strom - ist heute eine bekannte und gut organisierte Veranstaltung geworden. Viele Menschen lassen sich hier günstig die Haare schneiden, Friseurinnen und Friseure opfern gerne unentgeltlich ihre Freizeit. Das Event unter der Schirmherrschaft von Thorsten Brehm, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion, und Katja Strohhacker, Geschäftsführerin der Stadtreklame Nürnberg, hat sich etabliert. Strohhacker sagt: "Es ist mir eine Herzensangelegenheit. Die Aids-Hilfe ist wichtig, den Großteil der Arbeit leisten Ehrenamtliche."

Für eine Mindestspende von 17 Euro gibt es einen professionellen Haarschnitt. Für so manchen, der nicht viel Geld hat, ist dies natürlich eine günstige Gelegenheit. Doch viele Menschen geben gern mehr - es ist ja für einen guten Zweck.

Insgesamt 19 Friseurinnen und Friseure schnitten knapp 150 Menschen professionell die Haare und konnten so einen Erlös von 3200 Euro zu Gunsten der AIDS-Hilfe erreichen. Knapp 20 Helferinne und Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf: Sie klärten Interessierten über das Benefiz-Event auf, organisierten den Infotisch sowie den Kassenbereich und betreuten Kundschaft sowie Friseurinnen und Friseure.

Keine Kommentare