Vielerorts 20 Prozent mehr Kunden

BRK-Präsidentin warnt in Nürnberg: Corona treibt mehr Bedürftige zur Tafel

Tobi Lang
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3.3.2022, 08:44 Uhr
Am Dienstag besuchte BRK-Präsidentin Angelika Schorer (rechts) die Nürnberger Tafeln. 

© C. Banzer / BRK Am Dienstag besuchte BRK-Präsidentin Angelika Schorer (rechts) die Nürnberger Tafeln. 

Dass die Tafeln wichtig sind, daran lässt die Präsidentin des Bayerischen Roten Kreuz (BRK) keine Zweifel. "Sie wirken der sozialen Ungleichheit entgegen", sagte Angelika Schorer beim Besuch einer Einrichtung in Nürnberg. "Sie sind eine elementar wichtige Anlaufstelle, stellen sie doch für viele Menschen die Grundversorgung mit Nahrungsmitteln sicher."

Die Kundschaft, die zur Tafel geht, hat sich aber verändert. Davor warnt auch Schorer. Im vergangenen Jahr verzeichneten die Einrichtungen, von denen das BRK in Bayern einige betreibt, deutlich mehr Zulauf. Bis zu 20 Prozent mehr seien es vielerorts gewesen. "Die Kräfte vieler Menschen sind am Ende", sagt die BRK-Präsidentin. Kurzarbeit und Corona-Maßnahmen trieben Arbeitnehmer und Selbstständige in finanzielle Probleme. "Uns stehen sehr große soziale Fragen bevor und ein schwerer Kampf gegen soziale Ungleichheiten in unserer Gesellschaft."

Schorer betont: Der Großteil der Arbeit in den Tafeln Bayerns wird ehrenamtlich erbracht. Ein großer Dienst an der Allgemeinheit, den die BRK-Präsidentin herausstellt. Der Tafel-Standort in Nürnberg geht mittlerweile sogar noch einen Schritt weiter: Seit Anfang des Jahres bieten die Helfer sogar warme Mahlzeiten an. Dafür wurde eine Suppenküche beschafft, in der jeden Tag 50 bis 70 Mahlzeiten zubereitet werden.

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