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Bunte Zeitreise mit starken Stimmen

Nürnberger Weihnachtsmusical „Norika“ wird wieder aufgenommen - 27.10.2015 19:25 Uhr

Intensive Spiel: Szene aus "Norika". © Hans von Draminski


Als das Musical-Netzwerk 2011 zum ersten Mal in der Vorweihnachtszeit den Heilig-Geist-Saal bespielte, damals mit dem Musical „Christa“, war die Unternehmung ein derartiges Wagnis, dass die ganze Sache auch gründlich hätte schief gehen können. Doch vier Jahre später ist das Team immer noch da — und mit viel Engagement bei der Sache. Auf dem Programm steht zum zweiten Mal „Norika“, komponiert vom Fürther Musiker Andreas Rüsing. Darin wird die Geschichte vom (derzeit ja leider eingerüsteten) Schönen Brunnen erzählt beziehungsweise davon, wie der Wunschring in selbigen kam. Text und Regie stammen vom Erlanger Werner Müller. Choreografiert wurde die Produktion von Marc Bollmeyer.

25 Aufführungen sind im vergangenen Jahr über die Bühne gegangen, rund 5000 Besucher haben das Musical gesehen. Damit war der Hauptsaal (ohne Empore) zu 86 Prozent ausgelastet. Die Darsteller sind in der zweiten Spielzeit weitgehend dieselben geblieben, nur Jonathan Hörburger, der den Robbi gespielt hat, ist nicht mehr dabei. Er ist im Stimmbruch, seine Rolle wird von Konstantin Will und Jonathan Roller im Wechsel übernommen.

Die Fee Norika wird von Marina Esslinger und Carina Poleschinski gespielt, Kabarettistin Andrea Lipka und BR-Fernsehmoderatorin Karin Schubert spielen abwechselnd die Mutter – und noch einige Rollen mehr. Zum Konzept des Vereins gehört es, Profis und Laien gemeinsam auf die Bühne zu bringen. Außerdem sind sechs Tänzerinnen und Tänzer sowie ein Chor dabei, die Musik wird von einer Live–Band gespielt.

Neuerungen eingeführt

Rund 5000 Besucher haben „Norika“ im vergangenen Winter besucht. Jetzt gibt es bald wieder die Gelegenheit dazu. © Foto: Draminski


Getreu dem Motto von Regisseur Müller „wenn man denkt, es ist gut, dann wird es ganz sicher schlecht“, werden 2015 aber auch ein paar Neuerungen und Verbesserungen eingeführt. Ein paar Szenen wurden verändert, einige Musikstücke durch den Chor aufgewertet. Vor allem wurde aber an der Technik gefeilt. Das Musical wird ganz ohne Kulissen, dafür allerdings mit aufwändigen Projektionen auf die Bühne gebracht. Und dieses Mal wird es zum Beispiel interaktive Schneeflocken geben. . . Ausgebaut wurden außerdem die parallel zum Musical angebotenen Stadtführungen. 13 Termine sind angesetzt, die immer um 18 Uhr vor der Aufführung beginnen.

Der Kritiker der Nürnberger Nachrichten schrieb über die Premiere im vergangenen Jahr: „Der allergrößte Habenposten ist freilich das Ensemble, das mit viel Herzblut, starken Stimmen und professioneller Präzision agiert — und das Publikum mit auf eine Zeitreise der anrührenden Art nimmt. Bunt, aber nie beliebig.“

28. November bis 6. Januar, Heilig-Geist-Saal, Karten mit 20 Prozent Rabatt für ZAC-Karten-Inhaber im NN-Ticketcorner in der Mauthalle; www.norika-musical.de 

SUSANNE HELMER

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