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Chancen auf Impfung: In Nürnberg kommen Menschen ab 60 zum Zug

Astrazeneca wird nun einer breiteren Gruppe angeboten - 08.04.2021 17:10 Uhr

Grund ist ein Überhang mit dem Vakzin, aktuell sind im Bayerischen Impfportal für das Stadtgebiet Nürnberg noch über tausend nicht gebuchte Impftermine mit Astrazeneca offen. Jeder, der über 60 Jahre alt sei, habe daher im Moment sehr gute Chancen schon früh geimpft zu werden, sagt Ulrike Goeken-Haidl, Sprecherin des Impfzentrums. Damit gibt es ein Impfangebot für Menschen, die eigentlich der Priorität 3 zugeordnet werden.

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In der Stadt gebe es eine große Skepsis gegenüber dem Impfstoff, sagt Goeken-Haidl. Das sei in anderen Städten und Regionen Deutschlands anders - da habe es einen regelrechten Ansturm gegeben. Auch in Röthenbach hatten sich am Wochenende lange Schlangen gebildet, nachdem bekannt geworden war, dass Astrazeneca-Impfstoff übrig sei.

"Kein Vakzin zweiter Klasse"

Woran die Zurückhaltung in Nürnberg liege, wisse sie nicht, so Goeken-Haidl. Sie appelliere an die Bürger, sich unabhängig und transparent zu informieren "und nicht einem Gefühl aufzusitzen. Es ist kein Vakzin zweiter Klasse".

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In Nürnberg lade man nun verstärkt zur Terminbuchung ein, dennoch blieben Termine offen. Schließlich könnten Impfwillige im System sehen, welchen Impfstoff sie bekommen. Sei es Astrazenca, loggten sich viele aus - und warteten.

Hausärzte klären auf

Was nicht verimpft werden könne, werde aber keinesfalls entsorgt - es gehe vielmehr an die Hausärzte. Die können auch Menschen unter 60 Jahre - nach einem Aufklärungsgespräch und einer Beratung, mit Astrazeneca impfen.


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"Für alle über 60 Jahre lohnt sich nun die Anmeldung im Impfportal", sagt Goeken-Haidl. "Das System versucht immer wieder Leute zu aktiveren." Eben auch Menschen, die erst 60 Jahre alt sind.

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