Chaos rund um den Hauptbahnhof: Störung der U2 und U3

Schuld war ein Kabel, das sich von der Decke gelöst hatte - 04.11.2019 08:41 Uhr

Chaotische Verhältnisse im Nürnberger Nahverkehr: Am Montagmorgen sorgte ein herunterhängendes Kabel für Zugausfälle und Verzögerungen auf den U-Bahn-Linien U2 und U3. Ausgerechnet am Montag nach den Herbstferien standen etliche Züge still. Der Grund dafür war ein herunterhängendes Kabel im Tunnel zwischen dem Hauptbahnhof und der Wöhrder Wiese, das die Züge bei der Durchfahrt berührt hätte.

Es handelt sich dabei um eine sogenannte Lichtraumverletzung, wie eine Sprecherin der VAG erklärt. Als Lichtraum wird der Bereich bezeichnet, den ein Fahrzeug braucht, damit es im Tunnel nichts berührt. Gegen 5 Uhr wurde das herunterhängende Kabel bemerkt - die U-Bahnen, die aus Norden kamen, verkehrten in dieser Zeit nur bis zum Rathenauplatz. Die aus Süden kommenden Züge hielten am Plärrer.

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Nightliner gibt es - bisher - nur am Wochenende, an allen anderen Tagen heißt es bei der VAG gegen ein Uhr nachts: Betriebsschluss. Mit Gittern und Rolltoren werden die U-Bahn-Stationen dicht gemacht. Dann aber schlägt die Stunde von Bau- und Reinigungstrupps: Irgendwo an den drei Linien gibt es fast immer etwas zu reparieren und zu reinigen - was bei tagsüber nur hinderlich oder zu gefährlich wäre.


Fahrgäste wurden darauf hingewiesen, die Strecken mit der Straßenbahn zurückzulegen. Hierfür richtete die VAG eine Verlängerung der Tram-Linien 5 und 7 ein, die normalerweise am Hauptbahnhof halten, wegen der Störung aber bis zum Stadtpark weiterfuhren. Außerdem waren drei Busse zwischen Hauptbahnhof und Rathenauplatz im Einsatz, um die Fahrgäste zu transportieren.

Es kam am Morgen zu etlichen Zugausfällen und Verzögerungen, bis kurz vor 8 Uhr konnten keine Züge zwischen Rathenauplatz und Plärrer fahren. Seit etwa 8.30 Uhr läuft der Betrieb auf den beiden Linien aber wieder planmäßig, wie das Unternehmen betont.

ama