Coca-Cola-Gelände: Bahn frei für Wohnen im Turm

2.11.2016, 06:00 Uhr
Ein 18-stöckiger Wohnturm soll das Markenzeichen des geplanten Neubauprojekts auf dem früheren Coca-Cola-Gelände an der Ostendstraße / Cheruskerstraße werden. So sieht das Modellbild der Architekturbüros RKW aus, das im Stadtplanungsausschuss bei allen Fraktionen auf große Zustimmung stieß.

Ein 18-stöckiger Wohnturm soll das Markenzeichen des geplanten Neubauprojekts auf dem früheren Coca-Cola-Gelände an der Ostendstraße / Cheruskerstraße werden. So sieht das Modellbild der Architekturbüros RKW aus, das im Stadtplanungsausschuss bei allen Fraktionen auf große Zustimmung stieß. © Architekturbüro RKW

Vom "größten Missstand" sprach Bau- und Planungsreferent Daniel Ulrich mit Blick auf das betreffende Grundstück in Mögeldorf, wo nach Jahren der Zwischennutzung dringender Handlungsbedarf bestand. Mit dem Erlanger Immobilienentwickler Sontowski & Partner hat sich nun ein Investor gefunden, der eine "gesunde Mischung aus Wohnen und Gewerbe", so Ulrich, realisieren will. Gegenüber dem Business-Tower soll ein 18-stöckiges und gut 50 Meter hohes Hochhaus zum von weitem sichtbaren Markenzeichen werden.

Der Entwurf des Düsseldorfer Büros RKW Rohde Kellermann Wawrosky hat sich in einem Architektenwettbewerb durchgesetzt. Er sieht ungefähr 350 Wohneinheiten vor - und ein Verhältnis von 60 Prozent Wohnen zu 40 Prozent Büros. Einstimmig hat der Stadtplanungsausschuss beschlossen, dass dieses Konzept die Grundlage des neuen Bebauungsplans wird, der nun aufgestellt werden muss. In Absprache mit Stadt und Kirchengemeinde soll zudem versucht werden, dessen Areal (mit Fußballplatz) in das Verfahren zu integrieren - nicht zuletzt mit Blick auf die Erschließung des neuen Quartiers.

"Kein geschützter Wald"

Um rund 450 Wohneinheiten geht es beim Vorhaben an der Regensburger Straße, wofür ebenfalls ein Architektenwettbewerb durchgeführt wurde, den das Büro Behles und Jochimsen aus Berlin gewonnen hat. Das Vorhaben steht im Zusammenhang mit Neu- und Umbau des August-Meier-Heims und dem Ikea-Neubau. Für den Freistaat will das Siedlungswerk Bayern das Wohnprojekt am östlichen Zipfel von Zabo verwirklichen. Ende Januar 2017 wird es eine weitere Info-Veranstaltung geben. Frühzeitig will die Stadt auf Wunsch der Stadträte auf eine gute Erschließung (auch mit Blick auf den Schulweg) achten und die nötigen Baumfällungen abklären. Laut Ulrich handelt es sich hier "um keinen geschützten Wald".

Weichen gestellt haben die Stadträte zudem für das neue Quartier auf dem Gebiet zwischen Ringbahnlinie und Bielefelder Straße in Wetzendorf. Hier kann nun das Umlegungsverfahren beginnen. Eindeutig sprachen sich alle Fraktionen für die Umsetzung des Konzepts aus, das mit bis zu 300 Wohnungen fast doppelt so viele Einheiten wie bei der anderen Variante vorgesehen hat. Von einem "interessanten Standort" war mit Blick auf nahen U3-Anschluss am Nordwestring die Rede. Ein kleines Wäldchen am Rand soll erhalten bleiben.

Mit "gut gelungen" wurde allseits der Siegerentwurf der nbundm Architekten aus München für das Neubaugebiet in Boxdorf-Nord gelobt. Bis zu 500 Wohneinheiten könnten hier in mehreren Abschnitten neben einem Gewerbegebiet entstehen, wo sich die Firma Weishaupt ansiedeln will.

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