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Corona: Gesundheitsreferent setzt sich für Absage des Länderspiels ein

Peter Pluschke: "Italien ist mit über 100 Corona-Toten ein Risiko" - 05.03.2020 15:58 Uhr

Fällt das Länderspiel zwischen Deutschland und Italien wegen des Coronavirus ins Wasser?

05.03.2020 © Sportfoto Zink / Daniel Marr, NN


Die endgültige Entscheidung fällt aber erst nächsten Mittwoch oder Donnerstag. Dann berät erneut eine Runde von Gesundheitreferenten aller Bundesliga-Städte über die anstehenden Fußballspiele in der Liga. Für dieses Wochenende sehen die Experten keine akute Notwendigkeit, die Begegnungen in der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga zu streichen: Sie finden statt.

Schon über 100 Corona-Tote in Italien

Bei dem Länderspiel gegen Italien bewertet Pluschke die Situation jedoch anders: Im südeuropäischen Land mit bereits über 100 Corona-Toten gebe es Risikogebiete, meint der hauptamtliche Stadtrat. Wenn die Gastmannschaft ihr Kartenkontingent ausschöpfen würde, kämen möglicherweise Tausende italienische Fans zum Spiel. "Da bestünde die Gefahr, dass das Virus zu uns rüberschwappt", so Pluschke. Er hat mit dem Deutschen Fußball-Bund noch keine Gespräche geführt, er will sich zuerst mit der bundesweiten Gesundheitsreferenten-Runde nächste Woche abstimmen.


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Zwei Nürnberger, die von ihren Italienreisen zurückgekehrt sind, wurden jetzt positiv auf Coronaviren getestet (wie berichtet). Das Gesundheitsamt lobt den "verantwortungsvollen Umgang" der Betroffenen mit der Situation. Sie sind in häuslicher Quarantäne. Die Ergebnisse von Tests ihrer Kontaktpersonen sollen heute Abend vorliegen.

Keine dramatische Situation

Der Gesundheitsreferent betont, dass die Entscheidungen, wie man gegen das Coronavirus in Nürnberg vorgeht, von Tag zu Tag getroffen werden.Die Situation sei derzeit keineswegs dramatisch. Insgesamt sind derzeit vier Erkrankte im Stadtgebiet bekannt. Ihnen gehe es gut, erklärt das Gesundheitsamt, das sie betreut.

Die Stadt teilt außerdem mit, dass ein nicht näher genannter freier Träger seinen Hort geschlossen hat. Das Kind einer Mutter, die aus Italien zurückgekehrt und positiv getestet wurde, geht dort in die Gruppe. Der Vater hatte gleich nach Bekanntwerden des Testergebnisses das Kind aus der Schule abgeholt.

Bisher nehme die Erkrankung in Deutschland insgesamt "einen flachen Verlauf". Allerdings sei das Virus hierzulande auf einem "aufsteigenden Ast", man müsse mit deutlich mehr Erkrankungen zu rechnen.

Studien- und Berufsbasar abgesagt

Das Melanchthon-Gymnasium und die Wirtschaftsschule müssen leider den Studien- und Berufsbasar an diesem Freitag und Samstag, 6. und 7. März, absagen. Das Gesundheits- und das Schulreferat der Stadt Nürnberg informierten die beiden Schulen über eine veränderte Lage in Nürnberg im Hinblick auf das Coronavirus, sodass sich die Schulleitungen der Wirtschaftsschule und des Melanchthon-Gymnasiums entschlossen haben, die gemeinsame Berufsmesse in diesem Jahr schweren Herzens, aber aus Verantwortung gegenüber allen Beteiligten und Besuchern nicht stattfinden zu lassen. Der 'Jubiläums-Studien und Berufsbasar' wird auf den 26./27. Februar 2021 verschoben.

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