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Corona oder Heuschnupfen? Pollen machen Allergikern zu schaffen

Es gibt wesentliche Unterschiede zu Covid-19 - 23.02.2021 16:53 Uhr

Gerade die Hasel bereitet Allergikern in diesen Tagen Probleme.

18.02.2021 © Steffen Schellhorn, NN


Bei bestimmten Symptomen denken Betroffene in der aktuellen Situation vielleicht nicht zuerst an eine Allergie, sondern an eine mögliche Corona-Infektion, dabei gibt es eindeutige Unterschiede: "Beim Heuschnupfen sind Niesen, juckende Augen und Schnupfen typische Beschwerden. Juckende Augen gibt es aber bei Covid-19 nicht.“, sagt Dr. Joachim Ficker, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 3, Schwerpunkt Pneumologie, des Klinikums Nürnberg.


Heuschnupfen: Haben Allergiker ein besonders hohes Corona-Risiko?


Andersrum zählen etwa Fieber und Husten zu den häufigen Symptomen einer Corona-Infektion. "Fieber kommt beim Heuschnupfen nicht vor. Die meisten Menschen haben den Heuschnupfen außerdem schon länger. Wenn es sich anfühlt, wie in den vergangenen Jahren, dann ist es auch Heuschnupfen", so Ficker.

Grob wird die Pollensaison in drei Gruppen unterteilt (siehe Infografik): Bäume im Frühjahr, Gräser im Sommer (Mai bis etwa August) und Kräuter im Frühherbst (August bis manchmal auch Oktober).

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Rund 60 Prozent aller Allergiker leiden in der Pollensaison zudem unter sogenannten Kreuzallergien. Sie reagieren also wegen ihrer Pollenallergie auch auf bestimmte Lebensmittel allergisch. Das betrifft hauptsächlich Obst und Nüsse. Wem beispielsweise von Erle, Hasel, Birke oder anderen Frühblühern in diesen Tagen die Nase läuft, verträgt häufig auch keine Äpfel, Birnen, Pflaumen, Kirschen, Pfirsiche oder Mandeln.

Kreuzallergien machen vielen zusätzlich Probleme

Schuld ist die Ähnlichkeit der Proteine in den Pollen mit einigen Lebensmittel-Eiweißen. Kreuzallergien treten deshalb nur während der Pollensaison auf. Betroffene können im Winter oft bedenkenlos einen Apfel essen. Im Frühjahr hingegen kann dieser Reaktionen wie Kribbeln, Juckreiz und Schwellungen in Mund- und Rachenschleimhäuten auslösen. Die Allergie wird durch die zeitgleich fliegenden Pollen doppelt bedient.

Die Pollensaison lässt sich in drei Gruppen unterteilen.

22.02.2021 © NN-Infografik


"Wenn die Beschwerden also zu schlimm werden, ist es sinnvoll, mit dem Hausarzt auch über Kreuzallergien zu sprechen", rät Ficker. Ansonsten lassen sich laufende Nase und juckende Augen mit Sprays oder Tabletten in den Griff kriegen. "Da muss jeder für sich wissen, ob und was er einnehmen will. Wenn man sich aber jeden Tag mit Beschwerden quält, kommt man um Medikamente wohl nicht herum", sagt der Pneumologe. Auch hier berät der Hausarzt individuell, welche Medikamente sinnvoll sind.

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"Wichtig ist, dass der Körper trotz Allergie einmal in 24 Stunden vollständig zur Ruhe kommen kann, also am besten im Schlaf", sagt Ficker. Er rät Allergikern deshalb, das Schlafzimmerfenster während der Allergiesaison über Nacht geschlossen zu lassen und vor dem Schlafen nur indirekt, etwa über den Flur, zu lüften. Auch die Kleidung sollte immer außerhalb der Schlafräume ausgezogen werden.

"Es sollten so wenig Pollen wie möglich mit ins Schlafzimmer gebracht werden. Die Eins mit Stern ist natürlich, sich abends auch noch die Haare zu waschen", so der Experte. Dann steht zumindest einem erholsamen Schlaf nichts im Wege – trotz Allergie.

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© NN

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