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So wird der Nürnberger Christkindlesmarkt 2022

Simone Madre
Simone Madre

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25.11.2022, 08:12 Uhr
So sah der Christkindlesmarkt 2019 aus.

© Daniel Karmann, dpa So sah der Christkindlesmarkt 2019 aus.

Am Freitag, 25. November 2022 beginnt der Nürnberger Christkindlesmarkt - wie gewohnt zwei Tage vor dem ersten Advent. Um 17.30 Uhr ist die Eröffnung auf dem Hauptmarkt. Die Kinderweihnacht auf dem Hans-Sachs-Platz wurde bereits am 14. November eröffnet und läuft dieses Jahr somit länger.

Der Christkindlesmarkt hat bis zum 23. Dezember jeweils von 10 Uhr bis 21 Uhr geöffnet - an Heiligabend von 10 Uhr bis 14 Uhr. Das gilt auch für die Kinderweihnacht.

Wann spricht das Christkind?

Wie gewohnt startet der Christkindlesmarkt mit dem berühmten Prolog des Christkinds von der Empore der Frauenkirche. Dieser findet am Freitag um 17.30 Uhr statt. Auf dem Nürnberger Hauptmarkt sammeln sich schon vorher die Menschenmassen - kurz vorher ist meist kein Durchkommen mehr.

Zudem ist das Christkind dienstags bis freitags auf dem Christkindlesmarkt. Gegen 14.30 Uhr besucht es die Kinderweihnacht und lädt Kinder zu einer Freifahrt ein. Ab 15 Uhr ist es vor der Frauenkirche auf dem Hauptmarkt anzutreffen.

Was muss man sonst zum Auftakt wissen?

Zum Start des Christkindlesmarkts gibt es eine sogenannte "Lange Einkaufsnacht" In Nürnberg. Bis 23 Uhr dürfen die Läden offen bleiben. Zudem spielen Posaunenchöre von 19 bis 21.30 Uhr - zeitgleich auf dem Hauptmarkt, an der Lorenzkirche, am Handwerkerhof, auf dem Jakobsplatz und auch in der Fußgängerzone.

Wie viel kostet der Glühwein?

Der Glühwein wird im Schnitt um ein Drittel teurer. 4 Euro kostet die klassische Variante, 4,50 Euro der Beerenglühwein und 3,50 Euro der Kinderpunsch. Das Tassenpfand bleibt bei 3 Euro. Mehr dazu lesen Sie hier.

Wie steht es um die Weihnachtsbeleuchtung in Nürnberg?

Traditionell gibt es in der Nürnberger Innenstadt zur Adventszeit eine stimmungsvolle Weihnachtsbeleuchtung, die zum Christkindlesmarkt hinführt. Dieses Jahr wird der Lichterglanz allerdings um ein Drittel reduziert: Zwar werden die großen Straßen wie die Königstraße und die Karolinenstraße beleuchtet, in den Nebenstraßen gibt es aber kaum Lichter zu sehen. Zudem wurden die Uhrzeiten angepasst: Die meisten Elemente leuchten von 15 bis 22 Uhr, also eine Stunde kürzer als sonst. Die Ausnahme ist der Eröffnungstag: Hier gibt es Licht bis Mitternacht.

Der Grund für diese Neuerungen ist aber nicht die Energiekrise. Laut der Stadt Nürnberg besteht die Beleuchtung aus LEDs, deren Stromverbrauch kaum ins Gewicht fällt. Stattdessen sind andere Kosten der Grund. Mehr dazu lesen Sie auf NN.de.

Was ist sonst neu auf dem Christkindlesmarkt 2022?

Verändert werden sollte der Christkindlesmarkt, der die letzten Male jeweils über zwei Millionen Besucher anzog, eigentlich schon 2020. Mit breiten Budengassen, einer strikten Maskenpflicht und deutlich mehr Veranstaltungsorten in der Innenstadt wollte die Stadt das Gedränge entzerren - und das Infektionsrisiko minimieren. Fraas kündigte hierzu im April 2020 an: "Unabhängig von Corona ist es uns seit langem ein Anliegen, die Besucherströme zu entzerren und auf Zeiten mit weniger Frequenz zu lenken."

Große Änderungen sind dieses Jahr aber nicht geplant. Es rücken lediglich die Gastronomiestände an den Rand des Marktes, auch eine Bühne mit Programm wird es nicht geben.

Wer ist das Christkind?

2021 wurde die Schülerin Teresa Windschall als neues Christkind gewählt. Eine Jury aus Vertretern von Medien, Stadt und Kultur hatte sich für Windschall entschieden. Jedes Christkind übernimmt für zwei Jahre die prestigeträchtige Aufgabe in der Stadt mit dem weltberühmten Christkindlesmarkt. Letztes Jahr konnte sie den Markt nicht eröffnen, 2022 ist es aber soweit.

Was war ursprünglich für den Christkindlesmarkt 2021 geplant?

2021 stützte sich die Stadt auf die Vorbereitungen von 2020. Beide Märkte konnten aufgrund von Corona allerdings nicht stattfinden. Die Buden sollten letztes Jahr nicht ausschließlich am Hauptmarkt stehen, sondern auch auf dem Jakobsplatz, dem Lorenzer Platz und der Insel Schütt. An den Standorten sollte eine Maskenpflicht herrschen.

Statt 170 Buden waren nur 101 Buden geplant. Zudem sollten die Budenstraßen am Hauptmarkt verbreitert werden - von drei auf sechs Meter Breite. Deshalb sollte es dort nur fünf statt acht Budengassen geben. Auftritte des Nürnberger Christkinds auf dem Christkindlesmarkt sollte es 2021 nicht geben. Statt einem traditionellen Prolog von der Empore der Frauenkirche aus sollte das Christkind per Fernsehen und Rundfunk zu den Menschen sprechen. Damit wollte die Stadt Nürnberg Menschenmassen verhindern.

Um die Glühweinstände hätte es 2G-Bereiche gegeben, die dann auch vor Ort kontrolliert worden wären. Dabei hätten die Sicherheitskräfte auch auf die Anzahl der Besucher geachtet. Am 19. November 2021 verkündete Ministerpräsident Markus Söder, dass alle Weihnachtsmärkte in Bayern abgesagt werden. Bis dahin war geplant, dass der Christkindlesmarkt stattfinden soll - auch nachdem immer mehr Veranstalter in der Region ihre Weihnachtsmärkte abgesagt hatten. Am 15. November hatte Nürnbergs Wirtschaftsreferent Michael Fraas noch bekräftigt: "Nach jetzigem Stand werden wir den Nürnberger Christkindlesmarkt 2021 durchführen."

Wie war die Lage 2020?

2020 war der Christkindlesmarkt Ende Oktober wegen steigender Corona-Zahlen abgesagt worden. Vorab hatte die Stadtspitze lange abgewartet, wie sich die Lage entwickelt. Letztlich wurde zur Adventszeit nur virtuell gefeiert. Statt eines Prologs wurde eine Video-Botschaft des Christkinds übertragen. Auf der Christkindlesmarkt-Website konnten die Besucher virtuelle Rundgänge durch die Budengänge machen und Produkte einkaufen.

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