Das sind die Corona-Vorgaben in Nürnbergs Heimen und Kliniken

9.5.2020, 15:03 Uhr
Gerade die Menschen, die in Pflegeheimen untergebracht sind, brauchen direkten Kontakt.

Gerade die Menschen, die in Pflegeheimen untergebracht sind, brauchen direkten Kontakt. © dpa/ Christophe Gateau

"Uns liegt sehr daran, dass das Wiedersehen für Besuchte und Angehörige gut gestaltet werden kann und dass die Verantwortlichen in den Heimen die Begegnungen so organisieren können, dass Ansteckungsgefahren vermieden werden", sagt Sozialreferentin Elisabeth Ries. Potenzielle Besucher sollten deshalb zuvor anrufen und einen Termin vereinbaren. "Denn die Besuchsmöglichkeiten können je nach örtlichen Gegebenheiten, dem erwarteten Andrang und dem jeweiligen Schutzkonzept ganz unterschiedlich sein."

Elisabeth Ries weist auf die Regelung in Heimen hin.

Elisabeth Ries weist auf die Regelung in Heimen hin. © Foto: Eduard Weigert

Grundsätzlich erlaubt sind in den Pflegeheimen jetzt tägliche Besuche von einer Person aus dem Kreis der Angehörigen oder einer weiteren Person. Besucher müssen sich namentlich registrieren, einen Mund-Nasen-Schutz tragen und den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Die Besuchszeiten regeln die einzelnen Einrichtungen. Auch die Dauer ist beschränkt. Weil die Caritas-Seniorenheime am Muttertag, 10. Mai, mit einem besonders großen Andrang rechnen, dürfen Gäste an diesem Tag sogar nur 15 bis 30 Minuten bleiben, damit möglichst viele Besucher zum Zuge kommen. Auch hier sind Anmeldung und vorherige Terminvereinbarung nötig.


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Strenge Regeln gelten auch in den Krankenhäusern. Im Klinikum Nürnberg darf jeder Patient einmal pro Tag für eine Stunde Besuch von maximal einer Person erhalten. Minderjährige dürfen von beiden Elternteilen oder Sorgeberechtigten besucht werden. Besuche sind nur zwischen 15 und 18 Uhr möglich, letzter Einlass ist um 17 Uhr. Den Besuchern wird an den Zugängen ein Mund-Nasen-Schutz ausgehändigt, Community-Masken sind im Klinikum aus hygienischen Gründen nicht gestattet. Jeder Besucher wird zudem erfasst. Um Wartezeiten zu verkürzen, sollten Angehörige den Besucherschein schon zu Hause herunterladen (www.klinikum-nuernberg.de) und ihn ausgefüllt mitbringen.

Auch Kinderkliniken wieder geöffnet

Im Krankenhaus Martha-Maria ist pro Patient und Aufenthalt nur ein registrierter Besucher für den gesamten Aufenthalt zugelassen. Die Besuchszeit für Patienten in einem Einzelzimmer ist von 14 bis 17 Uhr. Patienten, die in einem Dreibettzimmer am Fenster liegen, können von 14 bis 15 Uhr besucht werden. Wer in der Mitte liegt, darf von 15 bis 16 Uhr Besuch empfangen, an der Tür von 16 bis 17 Uhr.


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Auch in der Klinik Hallerwiese und der Cnopf‘schen Kinderklinik gibt es ab Samstag wieder Gäste. Ein vorab benannter fester Besucher kann von Montag bis Freitag zwischen 17 und 19 Uhr kommen und für eine Stunde bleiben, am Samstag, Sonntag und feiertags von 15 bis 19 Uhr.

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