Das sind die Preisträger des Nürnberger Menschenrechtspreises

22.10.2018, 11:51 Uhr
Der Nürnberger Menschenrechtspreis wird seit 1995 alle zwei Jahre verliehen. Der erste Preisträger war der russische Dissident Sergei Kovaljov, der für seine Proteste gegen das russische Regime 1974 inhaftiert worden war.
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1995: Sergei Kovaljov

Der Nürnberger Menschenrechtspreis wird seit 1995 alle zwei Jahre verliehen. Der erste Preisträger war der russische Dissident Sergei Kovaljov, der für seine Proteste gegen das russische Regime 1974 inhaftiert worden war.

1997 wurden Abie J. Nathan (Foto) und Khemais Chammari für ihren Einsatz für den Frieden geehrt. Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber betonte beim Festakt im Nürnberger Opernhaus, die Wahl der beiden Friedensaktivisten zu Preisträgern komme in schwierigen Tage zur rechten Zeit. Die Auszeichnung für Khemais Chammari und Abie J. Nathan solle von Arabern, Palästinensern und Israelis als eindringliche Botschaft verstanden werden, die Politik der Verständigung wieder aufzunehmen.
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1997: Abie J. Nathan und Khemais Chammari

1997 wurden Abie J. Nathan (Foto) und Khemais Chammari für ihren Einsatz für den Frieden geehrt. Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber betonte beim Festakt im Nürnberger Opernhaus, die Wahl der beiden Friedensaktivisten zu Preisträgern komme in schwierigen Tage zur rechten Zeit. Die Auszeichnung für Khemais Chammari und Abie J. Nathan solle von Arabern, Palästinensern und Israelis als eindringliche Botschaft verstanden werden, die Politik der Verständigung wieder aufzunehmen. © Tel_Or_Beni_/_Handout

Dani Karavan, der Erfinder der Straße der Menschenrechte, spaziert mit den früheren Preisträgern Fatimata M`Baye und Khemais Chammari 1999 zwischen den Stelen am Germanischen Nationalmuseum.
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1999: Dani Karavan

Dani Karavan, der Erfinder der Straße der Menschenrechte, spaziert mit den früheren Preisträgern Fatimata M`Baye und Khemais Chammari 1999 zwischen den Stelen am Germanischen Nationalmuseum. © Daniel Karmann

Die Menschenrechtspreisträger Kehmais Chammari (re.) und Daniel Jacoby  bei der Pressekonferenz 1999.
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1999: Kehmais Chammari und Daniel Jacoby

Die Menschenrechtspreisträger Kehmais Chammari (re.) und Daniel Jacoby bei der Pressekonferenz 1999.

Fatimata M`Baye am Flughafen Nürnberg 2001: Sie erhielt den Preis 1999. Sie machte sich stark für Projekte in Mauretanien und bat die Stadt um Unterstützung dreier Menschenrechtsprojekte, die sie in Mauretanien verwirklichen wollte. Einmal ging es um den Aufbau eines Büros für die Menschenrechtsorganisation in der Hauptstadt Nouakchott. Dann wollte sie Familien inhaftierter oder ermordeter Menschenrechtler helfen. Schließlich sollte ein Programm zur Menschenrechtserziehung entwickelt werden.
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1999: Fatimata M`Baye

Fatimata M`Baye am Flughafen Nürnberg 2001: Sie erhielt den Preis 1999. Sie machte sich stark für Projekte in Mauretanien und bat die Stadt um Unterstützung dreier Menschenrechtsprojekte, die sie in Mauretanien verwirklichen wollte. Einmal ging es um den Aufbau eines Büros für die Menschenrechtsorganisation in der Hauptstadt Nouakchott. Dann wollte sie Familien inhaftierter oder ermordeter Menschenrechtler helfen. Schließlich sollte ein Programm zur Menschenrechtserziehung entwickelt werden.

Fatimata M`Baye beim Festakt im Nürnberger Rathaus.
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1999: Fatimata M`Baye

Fatimata M`Baye beim Festakt im Nürnberger Rathaus.

Die früheren Preisträger Khémais Chammari und Fatimata M'Baye kamen 2005 zur Friedenstafel an den Kornmarkt.
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Die früheren Preisträger Khémais Chammari und Fatimata M'Baye kamen 2005 zur Friedenstafel an den Kornmarkt. © Wilhelm Bauer

Samuel Ruiz García wurde 2001 für seinen Kampf für die Rechte der indigenen Bevölkerung Mexikos geehrt.Der Träger des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises starb 2011 nach langer Krankheit im Alter von 86 Jahren.
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2001: Samuel Ruiz García

Samuel Ruiz García wurde 2001 für seinen Kampf für die Rechte der indigenen Bevölkerung Mexikos geehrt.Der Träger des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises starb 2011 nach langer Krankheit im Alter von 86 Jahren.

Die beiden Journalisten Teesta Setalvad und Ibn Abdul Rehman setzten sich seit vielen Jahren unermüdlich und unter großem persönlichen Risiko in ihren Heimatländern für die Rechte von Minderheiten, für Demokratie und soziale Gerechtigkeit ein. 2003 wurden sie dafür mit dem Menschenrechtspreis ausgezeichnet.
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2003: Teesta Setalvad und Ibn Abdul Rehman

Die beiden Journalisten Teesta Setalvad und Ibn Abdul Rehman setzten sich seit vielen Jahren unermüdlich und unter großem persönlichen Risiko in ihren Heimatländern für die Rechte von Minderheiten, für Demokratie und soziale Gerechtigkeit ein. 2003 wurden sie dafür mit dem Menschenrechtspreis ausgezeichnet. © Harald Sippel

Zu Gast in der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg: Die Gründerin von
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2005: Tamara Chikunova

Zu Gast in der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg: Die Gründerin von "Mütter gegen Todesstrafe und Folter", Tamara Chikunova, Trägerin des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises 2005. © André De Geare

Tamara Chikunova aus Usbekistan bekam den Preis 2005. Die 56-jährige hat durch eigenes Leid zur unerschrockenen Arbeit gegen Polizeiwillkür und ungerechte Gerichte gefunden. Ihr Sohn Dimitriy war 1999 verhaftet und zu Unrecht beschuldigt worden, zwei Menschen umgebracht zu haben. Allen Bemühungen zum Trotz wurde der damals 28-Jährige zum Tode verurteilt und im Juli 2000 hingerichtet.
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2005: Tamara Chikunova

Tamara Chikunova aus Usbekistan bekam den Preis 2005. Die 56-jährige hat durch eigenes Leid zur unerschrockenen Arbeit gegen Polizeiwillkür und ungerechte Gerichte gefunden. Ihr Sohn Dimitriy war 1999 verhaftet und zu Unrecht beschuldigt worden, zwei Menschen umgebracht zu haben. Allen Bemühungen zum Trotz wurde der damals 28-Jährige zum Tode verurteilt und im Juli 2000 hingerichtet. © Harald Sippel

2007 verlieh OB Uli Maly den Preis an Eugenie Musayidire aus Ruanda. Musayidire hat den Verein
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2007: Eugenie Musayidire

2007 verlieh OB Uli Maly den Preis an Eugenie Musayidire aus Ruanda. Musayidire hat den Verein "Hoffnung in Ruanda" und das ruandische Jugendbegegnungs- und Therapiezentrum IZERE gegründet. Die 53-Jährige erhielt die Auszeichnung für ihr beispielhaftes Engagement bei der Aussöhnung zwischen den verfeindeten Volksgruppen in Ruanda.

2009 erhielt der Iranische Anwalt Abdolfattah Soltani vom
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2009: Abdolfattah Soltani

2009 erhielt der Iranische Anwalt Abdolfattah Soltani vom "Zentrum für Menschenrechtsverteidigung" die Auszeichnung. An seiner Stelle nahm seine Ehefrau Masoumeh Dehgan den Preis entgegen. © Hagen Gerullis

Menschenrechtspreisträger Hollman Morris besuchte 2012 das Sigmund-Schuckert-Gymnasium.Der Kolumbianer erhielt 2011 den Menschenrechtspreis. Er berichtete als Journalist über die Opfer des Bürgerkriegs, über Vertriebene und Ermordete. 2010 ging er selbst ins Exil in die USA — nach zahlreichen Drohungen, kehrte aber später in sein Heimatland zurück.
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2011: Hollman Morris

Menschenrechtspreisträger Hollman Morris besuchte 2012 das Sigmund-Schuckert-Gymnasium.Der Kolumbianer erhielt 2011 den Menschenrechtspreis. Er berichtete als Journalist über die Opfer des Bürgerkriegs, über Vertriebene und Ermordete. 2010 ging er selbst ins Exil in die USA — nach zahlreichen Drohungen, kehrte aber später in sein Heimatland zurück. © Stefan Hippel

Sie bekam den Internationalen Menschenrechtspreis 2013: Kasha Jacqueline Nabagesera. Sie kämpft in ihrer Heimat Uganda für die Rechte der Homosexuellen.
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2013: Kasha Jacqueline Nabagesera

Sie bekam den Internationalen Menschenrechtspreis 2013: Kasha Jacqueline Nabagesera. Sie kämpft in ihrer Heimat Uganda für die Rechte der Homosexuellen. © Günter Distler

2016 kam Gewerkschafter Amirul Haque Amin aus Bangladesch, Träger des Menschenrechtspreises 2015, zum Nürnberger Friedensmahl. Er war Ehrengast von Oberbürgermeister Ulrich Maly (li.) und dessen Frau Petra Maly.  Amirul Haque Amin setzt sich für die Rechte der Arbeiter in  der Textilindustrie ein.
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2015: Amirul Haque Amin

2016 kam Gewerkschafter Amirul Haque Amin aus Bangladesch, Träger des Menschenrechtspreises 2015, zum Nürnberger Friedensmahl. Er war Ehrengast von Oberbürgermeister Ulrich Maly (li.) und dessen Frau Petra Maly. Amirul Haque Amin setzt sich für die Rechte der Arbeiter in der Textilindustrie ein. © Roland Fengler

Die französische Journalistin Garance Le Caisne nahm vor einem Jahr stellvertretend für
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2017: "Caesar"

Die französische Journalistin Garance Le Caisne nahm vor einem Jahr stellvertretend für "Caesar" den Menschenrechtspreis von Nürnbergs Oberbürgermeister Maly und dem Jurymitglied Dani Karavan entgegen. Der ehemalige syrische Militärfotograf mit dem Decknamen "Caesar" schmuggelte mit Freunden Fotos außer Landes, die die Menschenrechtsverletzungen und den Massenmord in Syrien dokumentieren. Das Fotografieren der Folter- und Mordopfer war der grässliche Berufsalltag "Caesars". In Gefängnissen des Assad-Regimes musste er die Opfer des syrischen Staatsterrors akribisch dokumentieren. 28.000 Bilder von mindestens 6700 toten Gefangenen entstanden zwischen 2011 und 2013. © Günter Distler

Den Preis 2019 erhielt der Chilene Rodrigo Mundaca für seinen Kampf für den Zugang zu Wasser. Die Jury beeindruckte Mundaca, weil er sich
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2019: Rodrigo Mundaca

Den Preis 2019 erhielt der Chilene Rodrigo Mundaca für seinen Kampf für den Zugang zu Wasser. Die Jury beeindruckte Mundaca, weil er sich "mit bewundernswertem Mut für das fundamentale Recht auf Wasser einsetzt". © Stadt Nürnberg/Giulia Iannicelli

OB Marcus König präsentiert ein Foto von Sayragul Sauytbay, Trägerin des Nürnberger Menschenrechtspreises 2021. Die muslimische Kasachin und damit Angehörige einer Minderheit in der westchinesischen Provinz Xinjiang erlitt Verfolgung und Folter in den gigantischen Umerziehungslagern und beschreibt diese in einem Buch
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2021: Sayragul Sauytbay

OB Marcus König präsentiert ein Foto von Sayragul Sauytbay, Trägerin des Nürnberger Menschenrechtspreises 2021. Die muslimische Kasachin und damit Angehörige einer Minderheit in der westchinesischen Provinz Xinjiang erlitt Verfolgung und Folter in den gigantischen Umerziehungslagern und beschreibt diese in einem Buch "Die Kronzeugin". Sie lebt jetzt mit ihrer Familie im Asyl in Schweden. © Christine Dierenbach, ARC