"Dritter Weg": Rechtsextreme planen Demo in Nürnberg

20.4.2017, 16:45 Uhr
Am Samstag sind in Nürnberg zwei Demonstrationen angemeldet. Im Rahmen der Aufzüge kommt es deshalb zu Verkehrsbehinderungen.

Am Samstag sind in Nürnberg zwei Demonstrationen angemeldet. Im Rahmen der Aufzüge kommt es deshalb zu Verkehrsbehinderungen. © Kai Barnickel

Letzte Woche noch in Forchheim, diese Woche schon in Nürnberg: Die Partei "Der Dritte Weg" plant am kommenden Samstag eine Demo in Nürnberg. Die Rechtsextremen treffen sich laut Polizei ab 15 Uhr auf dem Kornmarkt, um von dort gegen 16.45 Uhr loszulaufen. Deshalb ist die Straße vor Ort zwischen etwa 15 bis 17 Uhr für Autofahrer gesperrt.

Längerfristige Verkehrssperren

Der Aufzug der Rechten wird auf folgender Strecke geführt: Kornmarkt, Grasersgasse, Frauentorgraben, Lessingstraße, Tafelfeldstraße, Humboldtstraße, Allersberger Straße, Schweiggerstraße, Harsdörfferstraße, Hainstraße, Scharrerstraße, Regensburger Straße (dort Zwischenkundgebung vor der Bundesagentur für Arbeit von circa 18.15 bis 19.15 Uhr), Hardsdörfferstraße, Strauchstraße, Allersberger Straße, Hinterm Bahnhof, Nelson-Mandela-Platz (hier Versammlungsende).

Gegenprotest angekündigt

Entlang der genannten Routen kommt es laut Polizei zu Verkehrssperren und daraus resultierenden längerfristigen Behinderungen für Autofahrer. Die Polizei bittet Verkehrsteilnehmer Anweisungen zu beachten und die Aufzugstrecke im genannten Zeitraum weiträumig zu umfahren.

Das Nürnberger Bündnis Nazistopp ruft derweil zum Gegenprotest auf. Die Auftaktkundgebung des Bündnisses findet ab 15.45 Uhr am Weißen Turm statt. "Skandalös ist aus unserer Sicht, dass die Naziroute an einigen Stellen (Nähe Scheurlstraße und Scharrerstraße) ehemalige Tatorte des "Nationalsozialistischen Untergrundes" (NSU) in Nürnberg streift. Aus unserer Sicht stellt eine derartige Demonstration militanter und vielfach vorbestrafter Nazis eine Gefahr für MigrantInnen und Andersdenkende statt", heißt es in der Mitteilung des Nürnberger Bündnis Nazistopp.

Auch in der Vergangenheit kam es in Nürnberg schon zu Aufmärschen von Rechtsextremen, beispielsweise der NPD.

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