Ein Besuch in der Eyüp-Sultan-Moschee in Nürnberg

7.2.2011, 09:40 Uhr
Jeder ist in den Hallen des gemeinschaftlichen Gebets willkommen, um dem Dialog beizuwohnen oder mehr über die Religion und deren Ausübung zu erfahren.
1 / 15

© Tobias Stich

Ümit Canlı, Bildungsleiter und Dialogbeauftragter der Eyüp-Sultan-Moschee in Nürnberg, führt den Besuchern die Predigtkanzel vor, die sogenannte
2 / 15

© Tobias Stich

Zwei Wahrzeichen der islamischen Hochkultur als Wandschmuck: Links die berühmte Kaaba, das zentrale Heiligtum des Islam. Der Kubus befindet sich im Innenhof der al-Masdschid-al-Haram-Moschee in Mekka (Saudi-Arabien). Jeder Gläubige, der es körperlich und finanziell aufbringen kann, sollte einmal im Leben die große Pilgerreise (
3 / 15

© Tobias Stich

Die Gebetsnische, die Mihrab, ist in der Wand des Gebetsraums eingelassen und gibt die Gebetsrichtung der Moschee vor. Muslime beten immer Richtung Mekka. Die Schriftzüge bedeuten
4 / 15

© Tobias Stich

Merhaba (
5 / 15

© Tobias Stich

Arabische Schriftzeichen: Zahlreiche Suren (Verse) aus dem heiligen Buch der Muslime, dem Koran, zieren die Wände des islamischen Gotteshauses. Jede Moschee sieht anders aus. Ihr Erscheinungsbild richtet sich nach der jeweiligen kulturellen Prägung der Gemeinde. Die Eyüp-Sultan-Moschee ist türkisch geprägt und existiert seit 1991. Zum Freitagsgebet finden sich bis zu 2000 Gläubige in der Gemeinde ein. Zum Feiertagsgebet nach dem Fastenmonat Ramadan kommen sogar bis zu 6000 Gläubige und füllen die Moschee samt allen Nebenräumen, Korridoren und dem Innenhof im Freien.
6 / 15

© Tobias Stich

Ungewohnter Blick vom Gebetsteppich Richtung Lehrstuhl. In der Moschee wird nicht nur gebetet. Eine Teestube gibt es ebenso wie einen Laden mit vorwiegend türkischen Lebensmitteln und Seminarräume für Jugendgruppen und die Frauenabteilung.
7 / 15

© Tobias Stich

Der Lehrstuhl, hier besetzt von Bildungsleiter Ümit Canlı, wird als
8 / 15

© Tobias Stich

Weich und dank Fußbodenheizung stets wohlig gewärmt: Den Boden der Moschee bedeckt ein spezieller Gebetsteppich. Die rote Fläche mit den beiden Säulen hilft den Betenden bei der körperlichen Ausrichtung Richtung Mekka.
9 / 15

© Tobias Stich

Die Zeit stets im Blick: Eine digitale Uhrentafel im Foyer zeigt den Besuchern die Zeitabschnitte, in denen das Gebet abgehalten wird. Neben Datum und Uhrzeit sehen die Moscheebesucher den Zeitpunkt der Morgendämmerung, sowie Sonnenaufgang und die Zeiten für Mittags-, Nachmittags-, Abend- und Nachtgebet. Die letzte Zeile deutet die momentane Außentemperatur.
10 / 15

© Tobias Stich

Meditativ: Muslime treffen sich zum Abendgebet in der Eyüp-Sultan-Moschee. Das Gebet ist auf der ganzen Welt einheitlich und verfolgt verschiedene Einheiten, Bewegungsabläufe und Lobpreisungen.
11 / 15

© Tobias Stich

Eine Verbeugung vor Allah. Im Gebet lassen Muslime kurzzeitig alles Weltliche hinter sich. Die Zeilen
12 / 15

© Tobias Stich

Muslime gehen
13 / 15

© Tobias Stich

Beim Niederwerfen berührt die Stirn des Muslims den Boden. Dem Glauben entsprechend ist dies die Haltung, in der sich der Mensch dem Schöpfer am nächsten fühlt. Wissenswert: Innerhalb des Gebetsraums tragen die Besucher und Betenden keine Schuhe. Sie müssen vor der Tür ausgezogen werden.
14 / 15

© Tobias Stich

Geöffnete Hände symbolisieren geöffnete Herzen: Streng gläubige Muslime verfolgen das Gebet fünfmal täglich. Das Frühgebet ist mit vier Einheiten das kürzeste. Zum Nachtgebet werden 13 Einheiten abgehalten, was ungefähr einer halbstündigen Messe entspricht.
15 / 15

© Tobias Stich