Erneuerung der Hafenbrücken: Angst vor dem Chaos bleibt

25.2.2018, 05:37 Uhr
Sicher ist: Drei Hafenbrücken, hier die Brücke Frankenschnellweg über Südwesttangente und Main-Donau-Kanal, müssen neu gebaut werden. Was das Ganze für Verkehrsteilnehmer und insbesondere Pendler bedeutet, lässt sich noch nicht vollends abschätzen.

Sicher ist: Drei Hafenbrücken, hier die Brücke Frankenschnellweg über Südwesttangente und Main-Donau-Kanal, müssen neu gebaut werden. Was das Ganze für Verkehrsteilnehmer und insbesondere Pendler bedeutet, lässt sich noch nicht vollends abschätzen. © Foto: Christine Dierenbach/Stadt Nürnberg

Über 250 Leute kamen in die Max-Beckmann-Schule in Worzeldorf. Die größten Beeinträchtigungen haben Verkehrsteilnehmer wohl durch die Sperrung des Marthwegs zwischen Königshof und Pillenreuth zu erwarten. Ab März sollen die Abzweigungen vom Marthweg in die Wiener Straße um separate Abbiegespuren erweitert und der komplette Unterbau der Straße erneuert werden. Dafür wird der Bereich vom 26. März bis zum 30. April komplett gesperrt.

"In diesen Zeitraum fällt auch die Schleusensperrung, so dass keine Schwertransporte zu erwarten sind", erklärte Homering. Die Deponie sowie die Kleingartenanlage seien weiterhin erreichbar. Vom 2. bis 22. April wird der südliche Marthweg zwischen der Wiener Straße bis zur Probsteistraße erneuert und dafür im Baustellenbereich gesperrt.

Als Einbahnstraße befahrbar

Saniert werden außerdem die Fahrbahnen der Saarbrückener Straße und des Marthwegs im Bereich der Anschlussstelle Königshof sowie die Ein- und Ausfahrtrampen der A 73. Die Anschlussstelle wird dafür ebenfalls vom 26. März bis zum 30. April komplett gesperrt. Die Saarbrückener Straße ist währenddessen als Einbahnstraße Richtung Südfriedhof befahrbar. Beeinträchtigungen sind durch die Sperrung der Linzer Straße (7. bis 30. April) möglich.

Als Ausweichstrecken während der Sperrung des Marthwegs werden den Verkehrsteilnehmern die westliche Umfahrung über die Vorjurastraße sowie die östliche über Worzeldorf empfohlen. Sör-Projektleiter Bernhard Homering warb um Verständnis: "Wir würden gern leistungsfähigere Alternativen bereitstellen, es gibt allerdings keine. Wir hoffen, dass während der Osterferien weniger Verkehr ist."

Am Tag nutzen aktuell 13.000 Fahrzeuge die Abzweigung Marthweg/ Wiener Straße. "Natürlich werden diese dann andernorts auftauchen", betonte Homering auf die Frage eines Besuchers nach der Belastung für die Ausweichstrecken. "Vermutlich müssen Pendler morgens früher losfahren", bedauerte der Projektleiter. Applaus bekam der Appell aus dem Publikum an Betroffene, vom Auto aufs Fahrrad umzusteigen.

Auch VAG-Kunden betroffen

Inwiefern VAG-Kunden durch die Maßnahmen betroffen sein werden, erläuterte Matthias Haase, Leiter der Betriebsplanung bei der Verkehrs-Aktiengesellschaft. Verändert fahren die Buslinien 51, 66, 651, der NightLiner N 5 sowie die Schulbuslinie 91. Eigens eingerichtet werden die Sonderbuslinien S zwischen den Haltestellen Saarbrückener Straße, Falkenheim und Worzeldorfer Straße sowie die Sonderbuslinie 53 von Kornburg zur Bauernfeindstraße. Wie gewohnt sollen die Buslinien 52, 62 und 92 verkehren.

"Ich kann Ihnen nicht versprechen, dass Sie mit dem Bus in dieser Zeit nicht im Stau stehen", sagte Haase. Alle Fahrplanänderungen sind schon online abrufbar.

Sorge bereitete den anwesenden Eltern die Beeinträchtigung des Schulbusses. "Wer informiert denn die Schule darüber, dass die Kinder möglicherweise wochenlang regelmäßig zu spät zum Unterricht kommen?", wollte eine besorgte Mutter wissen. Haase konnte beruhigen: Die Schulen werden in Kenntnis gesetzt. "Sollte es zu Verspätungen kommen, können wir die Fahrzeit auch kurzfristig um zehn oder 15 Minuten vorverlegen."

Mehr Informationen unter www.soer.nuernberg.de und start.vag.de

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