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Freitag, 10.04.2020

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Erneute Giftköder in Nürnberg - Polizei sucht Zeugen

Nach dem zweiten Fund von Giftködern im Westpark bittet die Polizei um Hilfe - 20.01.2020 17:44 Uhr

Nachdem eine Rottweiler-Hündin einen ungekannten Gegenstand fraß, zeigte sie Vergiftungserscheinungen. Ein Tierarztbesuch konnte das Leben der Hündin rechtzeitig retten. © Franziska Kraufmann, dpa


Vergiftete Hundeköder sind in Nürnberg nach wie vor ein großes, wenn auch sehr trauriges Thema. Seit Oktober 2019 wurden in elf Fällen Anzeige wegen Giftködern erstattet.

Am vergangenen Samstag meldete eine Hundehalterin der Polizeidienststelle Nürnberg-West, dass ihre Rottweiler-Hündin am Wochenende vom 11.01.2019-12.01.2019 bei einem Spaziergang am Westpark (Ackerfeld neben dem Fußgängerweg) etwas Unbekanntes gefressen habe. In den folgenden Tagen zeigten sich bei der Hündin starke Vergiftungserscheinungen, weshalb die Besitzerin einen Tierarzt konsultierte. Nach einer Untersuchung bestätigte dieser auf Grund der Symptome und eines Blutbildes den Verdacht auf Rattengift. Durch sofortiges Eingreifen und einer schnellen Behandlung konnte die Hündin gerettet werden.

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Fast zeitgleich fand ein Spaziergänger am letzten Wochenende ebenfalls am Westpark (Liegefläche nahe des dortigen Basketballfeldes) einen mutmaßlichen Giftköder und informierte umgehend die Polizei. Bei dem Köder handelt es sich um eine bläulich schimmernde Kugel unbekannter Substanz mit einem Durchmesser von rund 1,5 Zentimetern.

Die Beamten stellten den Gegenstand sicher und brachten ihn zur Untersuchung ins Bayerische Landeskriminalamt. Mit einem Ergebnis der Untersuchungen ist allerdings erst in einigen Wochen zu rechen.

Die Polizei hat die Ermittlungen in beiden Fällen aufgenommen und bittet Personen, die Auffälligkeiten beobachtet haben, sich mit der Polizeiinspektion Nürnberg West unter der Telefonnummer 0911/65830 in Verbindung zu setzen.

Um die Vorfälle aufzuklären, hat nun auch die Tierschutzorganisation Peta eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro ausgelegt.


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