Mittwoch, 14.04.2021

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Existenzangst: Nürnbergs Einzelhändler fordern Öffnung am 8. März

Mit Lichteraktion protestieren die Unternehmer am Montag während Gipfel - 28.02.2021 17:20 Uhr

Ausgiebige Stadtbummel sind derzeit tabu. Der Einzelhandel macht mit einer Lichtaktion auf seine Situation aufmerksam

15.02.2021 © Roland Fengler, NN


Das Bündnis der großen Einzelhändler, darunter auch Thalia, Breuninger, Deichmann, S.Oliver, Ernsting’s family und andere große Namen, fordert ein Ende der andauernden Lockdown-Politik und erwartet ein Konzept, wie Leben mit Corona möglich ist, etwa durch massenhafte Schnelltests, schnelles Impfen und Anerkennung der erfolgreichen Hygienekonzepte.


Robert-Koch-Institut: So viele Deutsche sind mit Corona infiziert


Bereits nach dem ersten Lockdown habe der Einzelhandel unter Beweis gestellt, dass die flächendeckenden Maßnahmen zum Schutz von Kunden und Mitarbeitern wirksam sind. Das hätten auch die Zahlen des Robert Koch Institut (RKI) bestätig, teilt eine Thalia-Sprecherin mit. "Die vom RKI veröffentlichte Einschätzung des allgemeinen Infektionsrisikos bestätigt dem Einzelhandel ein niedriges Infektionsrisiko sowie grundsätzlich einen niedrigen Anteil am Infektionsgeschehen", so die Sprecherin.

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Schrittweise Lockerungen: Das ist der Stufenplan für Bayern

Ein Überblick über die im März vom bayerischen Kabinett beschlossenen stufenweisen Lockerungen der Corona-Regeln. Aktuell sind die geplanten Öffnungsstufen für die Außengastronomie, die Kultur und den Sport allerdings bis mindestens 26. April ausgesetzt.


"Die Schließung der Geschäfte im monatelangen Lockdown bringt viele vorher erfolgreiche Unternehmen in eine ernste Notlage. Wir haben gut gewirtschaftet, aber irgendwann sind alle Rücklagen aufgebraucht. An unseren Unternehmen hängen direkt Beschäftigte und nochmal hunderttausende Arbeitsplätze in den Innenstädten. Stellen Sie sich einmal Innenstädte vor, aus denen unsere Marken und Handelspartner verschwunden sind. Wir haben in Deutschland vielerorts noch eine vielfältige Einkaufskultur in den Städten. Dazu gehören neben uns als Händlern natürlich auch Gastronomie, Kunst und Kultur. Wenn all das in unseren Innenstädten verloren geht, ist das von Dauer. Eine Wiederbelebung ist dann nicht mehr möglich", sagt die Thalia-Sprecherin.

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Kraft tanken: Tipps gegen den Corona-Blues

Die Pandemie und der Lockdown machen zu schaffen. Mit Regenschirmen zwischen den Feldern spazieren oder Zeit in der Natur verbringen, im Landkreis Forchheim und der Fränkischen Schweiz: Das kann von der Corona-Pandemie ablenken und einen auf andere Gedanken bringen. Wir haben Experten befragt und Ideen gesammelt: Mit diesen Tipps kommen schöne Momente und Optimismus zurück.



OB König fordert "Marshall-Plan" für deutsche Innenstädte


"Mit der Aktion ,Das Leben gehört ins Zentrum' wollen wir ein klares Zeichen setzen und zeigen: Der Handel blutet aus und die Lebendigkeit der Innenstadt ist in Gefahr! Viele Händler stehen mit dem Rücken zur Wand," sagt Daniel Frank Fernández, Center-Manager des Franken-Center. Die "Click & Meet"-Angebote oder vergleichbare Ideen seien keine Alternative – im Gegenteil.

Die Kosten für Personal und Ladenbetrieb seien zumeist höher als die Umsätze, so dass derartige Angebote die aktuellen Verluste nur weiter erhöhen würden. Wie die Innenstadthändler verweist Fernández auf die umfangreichen und erfolgreichen Hygiene- und Präventionskonzepte.

cg

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