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Montag, 06.07.2020

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Explosion am Rennweg: Betonteile verletzen acht Menschen

Beton-Teile flogen umher - Mehrere Kopfplatzwunden und beschädigte Autos - 01.01.2017 13:14 Uhr

Die Seitenscheibe dieses Wagens wurde durch die Wucht der Explosion zersplittert. © ToMa-Fotografie


Kurz nach Mitternacht ist der Rennweg im Nürnberger Nordenosten mit Scherben übersät. Mehrere Autoscheiben zerspringen, auch die Fassaden in der Nähe der Fenitzerstraßen sehen mitgenommen aus. Klar ist: In der Silvesternacht gab es dort eine Explosion, Anwohner berichten von "einem lauten Knall". Selbst im Böller-Gewirr stach die Detonation heraus.

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Detonation am Rennweg: Betonteile sorgen für Chaos und Verletzte

Ein Mann experimentierte in der Silvesternacht mit illegalen Böllern - und verletzte dabei sieben Menschen und sich selbst. Eine selbstgebaute Abschussvorrichtung explodierte, Betonteile flogen umher. Das LKA ermittelt jetzt gegen den 46-Jährigen.


Noch in der Silvesternacht schnappte die Nürnberger Polizei den Täter. Er zündete mehrere illegale Böller, sogenannte "Kugelbomben", mit einer eigenwilligen Konstruktion. Der 46-Jährige baute eine Rampe, indem er einen Blumentopf mit Beton füllte und ein Installationsrohr senkrecht hineinsteckte. Die Abschussvorrichtung explodierte, Betonteile flogen umher und verletzten den Mann und sieben weitere Menschen. Drei davon mussten mit Kopfplatzwunden in Krankenhäusern behandelt werden. Die Böller hatte der 46-Jährige nach eigenen Angaben mehrere Tage zuvor in Tschechien gekauft.

Die Betonstücke beschädigten gleich mehrere geparkte Autos und einige Fensterscheiben im Rennweg. Das Bayerische Landeskriminalamt, das die Ermittlungen übernommen hat, geht derzeit von etwa 15.000 Euro Sachschaden aus. Noch in der Nacht nahm die Spurensicherung Proben, gegen den 46-Jährigen wird jetzt wegen "fahrlässiger Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion" ermittelt.

tl

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