Feuerwehr springt als Retter des Kunstbrunnens ein

10.6.2016, 16:20 Uhr
Wasser, marsch! Der Kunstbrunnen sprudelt wieder. Dieses Jahr allerdings am Opernhaus.

Wasser, marsch! Der Kunstbrunnen sprudelt wieder. Dieses Jahr allerdings am Opernhaus. © Edgar Pfrogner

Offenbar wusste die betreffende Person nicht, dass der Hahn absichtlich dauerhaft geöffnet war, um genügend Nass in den Tank zu pumpen. Möglicherweise dachte man ans Energie- und Wassersparen. Dass die Inbetriebnahme dann doch nicht ins Wasser fiel (oder besser: dass die Beteiligten nicht auf dem Trockenen saßen), ist der Feuerwehr zu verdanken. Sie schloss einen Schlauch an den nahe gelegenen Hydranten an und füllte die fehlende Menge rasch nach.

So konnte Bürgermeister Christian Vogel denn auch pünkltich am Freitagvormittag das Signal "Wasser marsch" geben. "Der Brunnen hat einen regelrechten Hype ausgelöst", merkte der Sozialdemokrat an. Die Bevölkerung freue sich an dem sehr publikumsnahen Kunstprojekt. Auch konnte sich Vogel an kein anderes Projekt erinnern, über das so oft in der Referentenrunde des Oberbürgermeisters diskutiert worden ist. Nachdem nämlich die Leitung des Neuen Museums den ursprünglichen Standort am Klarissenplatz heuer für ein anderes Kunstprojekt reserviert hatte, war die Empörung und das Unverständnis der Bevölkerung groß.

Denn das sprudelnde und spritzende Kunstwerk des dänischen Künstlers Jeppe Hein war auch mit großzügigen Spenden von Nürnberger Bürgern angeschafft worden, die die wechselnden Wasserwände auch weiterhin vor der riesigen Glasfassade des Neuen Museums sehen wollten. Nach längerem Hin und Her erklärte sich das Staatstheater bereit, sich für den Standort am Schauspielhaus zu engagieren. Ein Drittel der 30.000 Euro, die für die Installation nötig sind, kam aus seinem Budget. Ein weiterer, großzügiger Zuschuss kam aus Mitteln der Städtebauförderung. "Wir weihen hier den Stadtstrand Nürnbergs ein", merkte Staatstheater-Direktor Christian Ruppert an.

Dem öden, tristen Platz tut das sprudelnde Kunstwerk nur gut: Bis in den Herbst können Passanten sich an den überraschend wechselnden Fontänen freuen.

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