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Fischtod an der Fischtreppe in Hammer?

Bund Naturschutz kritisiert Pläne der N-Ergie - Konzern investiert rund 400.000 Euro - 23.09.2013 09:31 Uhr

Beim Pegnitz-Wehr am Wasserkraftwerk in Hammer will die N-Ergie eine Fischtreppe bauen, um die Tiere so zu schützen. (Archivbild) © N-Ergie


Die N-Ergie hat am Montag am Pegnitz-Wehr am Wasserkraftwerk in Hammer mit dem Bau einer sogenannten Fischtreppe begonnen. Diese soll Fischen helfen, die Staustufe des Wehrs flussaufwärts zu passieren. Die N-Ergie plant, die Fischtreppe Ende des Jahres in Betrieb zu nehmen. Es handelt sich dabei um eine rund 77 Meter lange Rinne mit 22 übereinanderliegenden Becken, über die ein Höhenunterschied von knapp drei Metern bewältigt werden soll. Die N-Ergie investiert dafür eigenen Angaben zufolge rund 400.000 Euro.

Der Bund Naturschutz (BN) hält diesen Schritt „schon lange überfällig“. Nach Ansicht der Umweltschützer stellt die geplante „Fischaufstiegshilfe“ jedoch nur „eine extreme Billigvariante dar, die den Tieren kaum nützen wird“. Die Gründe: Es sei nur eine „Fischaufstiegshilfe“ geplant, jedoch kein „Abstiegshilfe“. Somit könnten die Fische fast nur über die „mörderisch rotierenden Turbinen flussabwärts gelangen“.

Zwar soll ein sogenannter Rechen die Tiere von der Wasserkraftanlage abhalten. Die Anlage in Hammer ist laut BN aber nicht fein genug. Den groben Rechen könnten selbst viele erwachsene Fische passieren — „eine tödliche Falle“.

Auch sei die Fischtreppe so konstruiert, dass sie von Fischen kaum genutzt werden kann, prophezeiht der BN. Mit Wendungen und Verlaufsänderungen, einem Einstieg im spitzen Winkel, ohne ufernahe Anbindung, dafür mit Nähe zum Saugschlauch der Turbine. „Das ist eher ein Hindernisparcours als eine Aufstiegshilfe“, so Wolfgang Dötsch vom BN.
  

mn

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