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Flashmob: Studenten fordern bezahlbares Semesterticket

150 Demonstrierende versammeln sich vor der VGN-Zentrale - 29.01.2014 15:01 Uhr

Endlich ein Semesterticket - dies forderten 150 Studenten bei einem Flashmob vor der VGN-Zentrale. © Marcel Staudt


Seit zwei Jahren verhandeln die Aktiven des Aktionsbündnissen "Für ein Semesterticket in Nürnberg und Erlangen" mit der Nürnberger Verbundgesellschaft, dem Oberbürgermeister, dem Studentenwerk und Vertretern aller Nürnberger Hochschulen. Inzwischen sind sich alle Seiten einig: Das Semesterticket muss kommen. Nur wie und vor allem für wieviel Geld ist noch offen.

"Sogar in München hat es jetzt geklappt", sagt Benedikt Kopera. Der 25-jährige Student führt das Aktionsbündnis und die Demonstration mit an. Nach jahrelangen Verhandlungen hat die Landeshauptstadt im Oktober ein Semesterticket eingeführt. Jeder mit Studierendenausweis darf seitdem die öffentlichen Verkehrsmittel für 59 Euro ein Semester lang von 18 bis 8 Uhr nutzen. Wer dazu 141 Euro bezahlt, darf sechs Monate lang zeitlich unbegrenzt im Gesamtnetz fahren.

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Flashmob: Studenten fordern bezahlbares Semesterticket

In München konnte es im Oktober letzten Jahres realisiert werden, in Nürnberg hingegen noch nicht: Ein bezahlbares Semesterticket für Studenten. Für die Realisierung kämpften um die 150 Studenten mit einem friedlichen Flashmob vor der VGN-Geschäftsstelle.


"Man muss natürlich verschiedene Interessen unter einen Hut bringen", sagt Kopera. Die Studenten, die das Ticket ständig nutzen und die, die es eigentlich nicht bräuchten. Denn zahlen müssen alle."Wir haben schon das Gefühl, dass die Stadt und der VGN sich wirklich Mühe geben, eine Lösung zu finden", sagt Kopera. "Mit der Demonstration wollen wir unseren Forderungen nur noch einmal lautstark Nachdruck verleihen."

VGN-Pressesprecher Manfred Rupp rechnet allerdings nicht vor dem Sommersemester 2015 mit der Einführung des Semestertickets. Nicht nur die Auswertung der Daten, wie die Studenten die öffentlichen Verkehrsmittel in der Region benutzen, braucht ihre Zeit. Vor allem muss das Semesterticket nach dem Münchner Modell aus rechtlicher Sicht wasserdicht sein - um Klagen von Studenten schon vorab entgegenzuwirken.


 

 

Christina Merkel/wik

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