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Frankenschnellweg: Erneute Anhörung ruft Proteste auf den Plan

Am Mittwoch beginnt eine erneute Anhörung zum Frankenschnellweg - 22.10.2019 05:50 Uhr

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Zahlen und Fakten: Der Ausbau des Frankenschnellwegs kurz erklärt

Mehr Autos, über 600 Millionen Euro Baukosten, Lärmschutzwände und ein Tunnel: Der Ausbau des Frankenschnellwegs sorgt seit Jahren für heftige Diskussionen unter Politikern, Naturschützern und Bürgern in der Region. Wir haben die wichtigsten Fakten zu den Planungen zusammengetragen und grafisch aufbereitet. Hier finden Sie einen Überblick.


Dazu lädt die Regierung von Mittelfranken die Beteiligten zu einem Erörterungstermin in den Heilig-Geist-Saal am Hans-Sachs-Platz ein. Ob die Öffentlichkeit zugelassen wird, entscheidet sich allerdings erst zu Beginn des Zusammentreffens – wenn ein entsprechender Antrag, wie ihn beispielsweise der Vertreter des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) stellen will, einmütige Zustimmung findet. Auch um der Forderung nach Transparenz Nachdruck zu verleihen, wollen die Gegner vom Bündnis gegen den Ausbau mit Aktiven der "Fridays for Future"-Bewegung bereits vor der Anhörung noch einmal ihrem Unmut über den – wie sie es nennen – "Autobahntunnel quer durch die Stadt", Luft machen.


Frankenschnellweg: Ist der Ausbau überhaupt noch zeitgemäß?


Sie laden deshalb am Mittwoch um 8.30 Uhr zu einer Kundgebung unter dem Motto "Autobahn statt Verkehrswende – Nicht mit uns!" ein. Notwendig ist das erneute Verfahren, weil sich inzwischen verschiedene Änderungen ergeben haben, vor allem durch eine durchgeführte Umweltverträglichkeitsstudie. Deshalb muss das ursprüngliche Planfeststellungsverfahren in Teilen neu aufgerollt werden. Zur Sprache kommen unter anderem Aspekte wie der Lärmschutz, die Luftreinhaltung und der Artenschutz; für die umfangreichen Beratungen sind auch noch der Donnerstag und Freitag als mögliche Verhandlungstage vorgesehen.

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Was lange währt: Wie der Frankenschnellweg zur A73 wurde

Die allerersten Überlegungen für den Bau des Frankenschnellwegs reichen zurück bis Anfang der 1920er Jahre. Doch bis die Autobahn 73 zwischen Suhl und Nürnberg durchgängig befahrbar war, sollte es noch über 80 Jahre dauern - auch, weil der Weiterbau durch Proteste und Klagen immer wieder ins Stocken geriet.


Unterdessen wies Bürgermeister Christian Vogel auf ein verbreitetes Missverständnis hin: Zur Finanzierung habe der Freistaat zu keinem Zeitpunkt eine prozentuale Förderquote schriftlich zugesichert. Entsprechende Zahlen wurden abgeleitet aus der bisher in Aussicht gestellten Summe von 390 Millionen Euro. Der Betrag entspricht 80 Prozent der bisher veranschlagten Gesamtsumme und 85 Prozent der mutmaßlichen "förderfähigen Kosten".

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Frankenschnellweg soll ausgebaut werden: Das sind die Pläne

"Weniger Stau, weniger Umweltbelastung und ein grüner Tunneldeckel": Mit diesen Worten wirbt die Stadt Nürnberg für den kreuzungsfreien Ausbau des Frankenschnellwegs. In einer Ausstellung zeigen Grafiken, wie die verschiedenen Abschnitte einmal aussehen könnten. Wir haben sie in einer Bildergalerie zusammengefasst.


woh

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