Einblicke aus der pink-roten Welt

Frauentormauer: Zu Besuch auf einer der ältesten Rotlichtmeilen

11.2.2019, 06:00 Uhr
Sie zählt zu den ältesten Rotlichtmeilen Deutschlands: die Nürnberger Frauentormauer. In 17 Bordellen und Laufhäusern bieten Frauen Tag und Nacht ihre Dienste an. Auf der Straße sieht man eigentlich nur Männer. Frauen, die nicht aus dem Gewerbe sind, sind hier nur selten unterwegs.
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Sie zählt zu den ältesten Rotlichtmeilen Deutschlands: die Nürnberger Frauentormauer. In 17 Bordellen und Laufhäusern bieten Frauen Tag und Nacht ihre Dienste an. Auf der Straße sieht man eigentlich nur Männer. Frauen, die nicht aus dem Gewerbe sind, sind hier nur selten unterwegs. © Roland Fengler

 Die meisten Frauen tragen schwindelerregend hochhackige Schuhe. Oft stehen Flipflops parat; die Schuhe der Wahl, wenn Frauen tatsächlich einen Freier mit auf ihr Zimmer nehmen.
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Die meisten Frauen tragen schwindelerregend hochhackige Schuhe. Oft stehen Flipflops parat; die Schuhe der Wahl, wenn Frauen tatsächlich einen Freier mit auf ihr Zimmer nehmen. © Roland Fengler

Schätzungen zufolge halten sich in Nürnberg an einem Tag etwa 500 bis 600 Prostituierte auf. Sie arbeiten auch in Modellwohnungen und FKK-Clubs. 17 Bordelle und Laufhäuser sind an der Frauentormauer ansässig.
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Schätzungen zufolge halten sich in Nürnberg an einem Tag etwa 500 bis 600 Prostituierte auf. Sie arbeiten auch in Modellwohnungen und FKK-Clubs. 17 Bordelle und Laufhäuser sind an der Frauentormauer ansässig. © Roland Fengler

Armut treibt osteuropäische Frauen in die Prostitution. "Sie sind dankbar für jeden Euro", weiß Kriminalhauptkommissar Holger Hauschild vom Kommissariat für Organisierte Kriminalität.
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Armut treibt osteuropäische Frauen in die Prostitution. "Sie sind dankbar für jeden Euro", weiß Kriminalhauptkommissar Holger Hauschild vom Kommissariat für Organisierte Kriminalität. © Roland Fengler

Ein rotes Sofa, rote Wände, rote Vorhänge: Sexarbeiterinnen zahlen eine Tagesmiete für ein Zimmer und einen Platz am Fenster.
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Ein rotes Sofa, rote Wände, rote Vorhänge: Sexarbeiterinnen zahlen eine Tagesmiete für ein Zimmer und einen Platz am Fenster. © Roland Fengler

Auf dem Nachttisch liegen Kondome, Gleitgel, Zewa- und Feuchttücher; das ist die Standardausstattung.
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Auf dem Nachttisch liegen Kondome, Gleitgel, Zewa- und Feuchttücher; das ist die Standardausstattung. © Roland Fengler

Viele Räumlichkeiten sind auf rot und pink getrimmt und frisch renoviert.
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Viele Räumlichkeiten sind auf rot und pink getrimmt und frisch renoviert. © Roland Fengler

Natürlich steht in allen Zimmern ein großes Bett. Oft riecht es nach Raumspray, das offenbar literweise zum Einsatz kommt, um unangenehme Gerüche zu überdecken.
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Natürlich steht in allen Zimmern ein großes Bett. Oft riecht es nach Raumspray, das offenbar literweise zum Einsatz kommt, um unangenehme Gerüche zu überdecken. © Roland Fengler

Etwas Deko darf es auch sein.
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Etwas Deko darf es auch sein. © Roland Fengler

Eine Prostituierte aus dem Haus 98 beklagt, dass die Preise mittlerweile versaut seien. Früher habe sie in einer Woche 15.000 Mark verdient, musste dafür am Tag aber auch 250 Mark Miete für ein Zimmer zahlen. Doch mittlerweile machten manche Frauen in anderen Häusern für einen läppischen Betrag alles, also Geschlechts- und Oralverkehr. "Und dann auch noch ohne Kondom."
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Eine Prostituierte aus dem Haus 98 beklagt, dass die Preise mittlerweile versaut seien. Früher habe sie in einer Woche 15.000 Mark verdient, musste dafür am Tag aber auch 250 Mark Miete für ein Zimmer zahlen. Doch mittlerweile machten manche Frauen in anderen Häusern für einen läppischen Betrag alles, also Geschlechts- und Oralverkehr. "Und dann auch noch ohne Kondom." © Roland Fengler

Der Rotlichtbezirk ist kein Ort, an dem sich Kinder und Jugendliche aufhalten sollten.
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Der Rotlichtbezirk ist kein Ort, an dem sich Kinder und Jugendliche aufhalten sollten. © Roland Fengler

Die Prostitution war übrigens schon im Königreich Bayern an der Mauer zuhause, wo die Bordelle damals noch verschämt "Weinhandlung" hießen.
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Die Prostitution war übrigens schon im Königreich Bayern an der Mauer zuhause, wo die Bordelle damals noch verschämt "Weinhandlung" hießen. © Roland Fengler

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