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Für drei Millionen: Probe-Instandsetzung am Zeppelinfeld

Bagger rücken am Reichsparteitagsgelände an - Vorarbeiten gestartet - 13.04.2015 17:44 Uhr

Am Samstag, 18. April, veranstaltet der Verein "Geschichte für Alle" zwischen 10 und 16 Uhr im Viertelstundentakt Führungen über das Zeppelinfeld. © Eduard Weigert


Am Samstag, 18. April,  können die Bürger bei kostenlosen Führungen mehr über die Geschichte des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes, aber auch über die derzeitigen Arbeiten erfahren.

"Wir bauen nicht, wir erkunden", sagte Daniel Ulrich, Baureferent der Stadt Nürnberg, bei einer Pressekonferenz am Montag. Es gehe nun erstmal darum, mit welchen Verfahren man das Gelände so sicher machen könne, dass sich die Bürger dort gefahrlos bewegen können. Drei Millionen Euro hat die Stadt Nürnberg für diese Vorarbeiten veranschlagt. Wenn dann die Instandsetzung beginnt, die nach Schätzungen um die 75 Millionen Euro kosten könnte, sei auch der Bund gefordert, betonte Ulrich: "Das ist ein nationales Erbe." Die Nationalsozialisten ließen die Bauten für ihre Reichsparteitage errichten.

"Steine zum Sprechen bringen"

Kulturreferentin Julia Lehner sagte, dass "Hand in Hand" mit dem Baukonzept auch ein Bildungskonzept entstehen soll. Das Gelände soll künftig als "Lernort"   genutzt werden. Lehner erinnerte daran, dass die Zeitzeugen, die die Nazi-Diktatur erlebt hätten, immer weniger würden. Umso wichtiger sei es, "die Steine zum Sprechen zu bringen".

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Historischer Rückblick auf das Reichsparteitagsgelände

Das Reichsparteitagsgelände diente im Dritten Reich als überdimensionaler Versammlungsort. Doch auch nach dem Ende von Hitlers Schreckensherrschaft lag das Gelände nicht brach, sondern diente friedlichen Veranstaltungen als Austragungsort - von Norisring-Rennen bis Rockkonzerten.


Am Samstag, 18. April, veranstaltet der Verein „Geschichte für Alle“ zwischen 10 und 16 Uhr im Viertelstundentakt Führungen über das Zeppelinfeld. Die einstündigen Führungen sind kostenlos, jedoch wird dennoch eine Eintrittskarte benötigt, da die Teilnehmerzahl pro Rundgang auf 40 begrenzt ist.

Die Karten gibt es an der Informationstheke des Dokumentationszentrums (Bayernstraße 110) oder am Samstag vor Ort am Informationspavillon an der Nordostseite der Zeppelintribüne, Ecke Dutzendteich. Dort ist auch Treffpunkt für die Führungen. 

Marco Puschner

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