Donnerstag, 24.10.2019

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Geduldsprobe für Pendler: Umbau am Kreuz Nürnberg-Ost gestartet

Fahnbahnen werden teils verengt und Geschwindigkeiten begrenzt - 02.05.2019 15:41 Uhr

Schon bald wird am Autobahnkreuz Nürnberg-Ost nichts mehr so aussehen wie auf diesem Bild. Ein zweispuriger Overfly wird dann zum Beispiel von der A 6 auf die A 9 in Richtung Berlin führen. © Foto: Oliver Acker – www.digitale-luftbilder.de


Der Schnittpunkt von A6 und A9 wird bis zum Jahr 2024 umgebaut. Die für die Maßnahme erwarteten Kosten hatten sich bereits im vergangenen Jahr von 60 auf 118 Millionen Euro nahezu verdoppelt. Durch den Umbau soll das überlastete Kreuz leistungsfähiger gemacht werden, insbesondere die besonders stark befahrene Verbindung von der A6 aus Richtung Heilbronn auf die A9 in Richtung Berlin.

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Nachdem im vergangenen Jahr bereits mehr als 16 Hektar Wald entfernt und Leitungen verlegt wurden, haben die Bauarbeiten in dieser Woche begonnen. Bislang waren die Verkehrsteilnehmer nicht von den Maßnahmen beeinträchtigt, da die Arbeiten überwiegend am Fahrbahnrand verliefen. Nach und nach soll nun ein Teil der A9 in Fahrtrichtung Berlin für die künftige Verkehrsführung verbreitert werden, erste Fahrbahnrampen werden geschüttet, die, ein Regenrückhaltebecken an der B4 gebaut und eine Baustraße angelegt.

Sperrungen ausschließlich nachts

Während der vorbereitenden Maßnahmen sollen den Verkehrsteilnehmern weiterhin alle Fahrstreifen zur Verfügung stehen. In den Baustellenbereichen werden Verkehrsführungen eingerichtet. Hier müssen sich Pendler auf verengte Fahrbahnen und Geschwindigkeitsbeschränkungen einstellen. Sollten der Bauablauf zeitweise Sperrungen erfordern, werden diese laut der Autobahndirektion Nordbayern außerhalb des Berufsverkehrs nachts zwischen 21.30 Uhr und 5 Uhr erfolgen.

Dazu werden entsprechende Umleitungen eingerichtet. Die geplanten Vormaßnahmen werden voraussichtlich bis November abgeschlossen sein. Die PWC-Anlage Brunn muss in diesem Jahr zwischen Mai und September in beide Fahrtrichtungen gesperrt bleiben.

Behelfsbrücke wird ersetzt

Außerdem beginnen im April die Bauarbeiten für die Brücke der Fischbacher Hauptstraße über die A9. Derzeit läuft hier der Verkehr noch über die im vergangenen Jahr errichtete Behelfsbrücke. Im Sommer gehen dann gleich drei Brückenbauwerke in den Bau: eine Forstwegbrücke bei Fischbach und zwei Bauwerke an der Anschlussstelle Nürnberg-Fischbach.

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Mehr Auswirkungen auf die Verkehrsteilnehmer wird die Baustelle allerdings ab dem Jahr 2020 haben, wenn die Hauptfahrbahnen in Angriff genommen werden. Dann soll auch eine Overfly genannte, zweispurige Rampe gebaut werden, die den Verkehr künftig von der A6 aus Richtung Heilbronn auf die A 9 in Richtung Berlin führen wird.

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Wenn der Umbau des Kreuzes abgeschlossen ist, soll möglichst bald die A9 zwischen den Kreuzen Nürnberg (Schnittpunkt von A9 von A3) und Nürnberg-Ost achtstreifig ausgebaut werden. Ursprünglich war dies erst für das Jahr 2030 geplant.

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Mit dem achtstreifigen Ausbau soll dann auch der Lärmschutz für Nürnberg-Fischbach substanziell verbessert werden, der jetzt schon von vier auf sechs Meter erhöht wird.

jm/msm

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