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Dienstag, 29.09.2020

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Gefährdungslage in Nürnberg: Anruf war Teil einer bayernweiten Serie

Nur Stunden später mussten Ansbacher nach Drohung ihre Häuser verlassen - 08.08.2020 14:58 Uhr

Nach einer Drohung gegen das Ansbacher Gesundheitsamt riegelte die Polizei das Areal ab und räumte mehrere Wohnhäuser. 

© NEWS5 / Weddig


Mitten in der Nacht mussten mehrere Menschen in Ansbach ihre Häuser verlassen. Nach einem Drohanruf, der sich gegen das Ansbacher Gesundheitsamt richtete, rückte die Polizei zu einem Großeinsatz aus und sperrte das Areal weiträumig ab. In Nürnberg kam es nur Stunden zuvor zu einem ähnlichen Vorfall. Insgesamt seien es fünf Anrufe im Freistaat gewesen, bestätigt ein Sprecher des bayerischen Innenministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Bislang waren nur die Drohungen in Nürnberg und Ansbach bekannt.

Die Polizei spricht im Ansbacher Fall "von einem schädlichen Ereignis" dass angekündigt wurde - konkreter wurde das Präsidium Mittelfranken zunächst nicht. Mehrere Streifen rückten sofort zu dem Gesundheitsamt in der Crailsheimstraße aus und sperrten die nähere Umgebung ab. Vorsorglich seien auch die angrenzenden Wohnhäuser geräumt worden. Ernst nahmen die Behörden die Drohung offenbar.

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Nächtlicher Großeinsatz: Drohung gegen Ansbacher Gesundheitsamt

Nach einer Drohung gegen das Ansbacher Gesundheitsamt riegelte die Polizei das Areal ab und räumte mehrere Wohnhäuser. Gefunden habe man bei einer intensiven Durchsuchung des Komplexes nichts, so das Präsidium Mittelfranken. Die Ermittlungen laufen.


Kräfte der Bayerischen Bereitschaftspolizei rückten an, mit Polizeihunden durchkämmten die Streifen das Gebäude. Gegen 2.30 Uhr Entwarnung: Es seien keine verdächtigen Personen oder Gegenstände gefunden worden, so das Präsidium Mittelfranken. Das angedrohte "Schadensereignis" sei "nicht eingetreten". Die Anwohner konnten zurück in ihre Häuser - sie wurden zuvor vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK) versorgt und untergebracht.

Jetzt ermittelt die Ansbacher Kriminalpolizei, sie soll die Hintergründe und den Urheber der Drohung ausfindig machen. Ebenso läuft die Aufarbeitung des Vorfalls in Nürnberg. Dort richtete sich die Drohung wohl gegen die Niederlassung des Pharmakonzerns Novartis in Gostenhof. Schwerbewaffnete Kräfte der Polizei riegelten die Zufahrtswege ab und durchkämmten den Komplex. Auch hier habe man nichts gefunden, so das Präsidium. Derzeit werde geprüft, ob ein Zusammenhang mit den anderen Vorfällen in Bayern besteht.

Auch in anderen Bundesländern gingen am Freitag Drohungen ein - konkret in Olpe, Köln (beide Nordrhein-Westfalen) und Pirmasens in Rheinland-Pfalz. In keinem der Fälle wurde Sprengstoff gefunden, eine Gefährdung für die Bevölkerung bestand demnach nicht.

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Gefährdungslage in Nürnberg: Polizei riegelt Straße in Gostenhof ab

Nach ersten Erkenntnissen hat ein Anrufer bei der Polizei am Freitagabend eine Drohung gegen ein Wohn- und Geschäftshaus in Gostenhof geäußert. Ein Großaufgebot der Polizei eilte in die Roonstraße und sperrte das Gebiet weiträumig ab. Spürhunde waren im betroffenen Gebäude im Einsatz.


tl

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