Freitag, 17.01.2020

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Gefahrenstelle am Hauptbahnhof wird umgebaut

Fahrradclub ADFC beklagt die Verkehrsführung schon lange - 06.11.2014 15:40 Uhr

Jeder Nürnberger dürfte diese Stelle am Hauptbahnhof kennen: Sowohl für Radler als auch für Autofahrer ist diese Einfahrt bisher ein gefährliches Pflaster. © Roland Fengler


Autos kreuzen ständig einen Zwei-Richtungs-Radweg: Diese Engstelle vor dem Nürnberger Hauptbahnhof ist für Unfälle prädestiniert. An der Ein- und Ausfahrt zu den Kurzzeitparkplätzen kommen sich Autos, Radfahrer und Fußgänger immer wieder gefährlich nahe. Bei der Ausfahrt vom Kurzzeit-Parkplatz zum Ring schauen Pkw-Lenker meist nur nach links Richtung Opernhaus, ehe sie auf den Ring einbiegen. Ihnen ist häufig nicht bewusst, dass der vorhandene Radweg in beiden Richtungen benutzt werden darf. Der Fahrradclub ADFC beklagt diese Verkehrsführung schon seit Jahren. Jetzt reagiert die städtische Bauverwaltung.

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Sie kündigt an, das Nadelöhr noch im November umzubauen, um die Gefahrenstelle zu entschärfen. Dazu soll der Rad- und Fußweg einen Schwenk in Richtung Bahnhofsgebäude bekommen. Markierungen und Schilder werden so geändert, dass Autofahrer sich nacheinander und nicht mehr gleichzeitig auf Radler, Fußgänger und Autos konzentrieren müssen. Vier der 35 Kurzzeitparkplätze entfallen durch die Baumaßnahme, die mit 10.000 Euro Kosten veranschlagt ist.

Das Baureferat betrachtet sie ausdrücklich nur als Provisorium. Langfristig soll irgendwann der teilweise unglücklich verbaute Bahnhofsplatz an mehreren Stellen aufgewertet werden, worauf zuletzt die CSU-Stadtratsfraktion wieder drängte.

„Die geplante Lösung ist zwar hässlich und unpraktisch, dient aber der Sicherheit der Radfahrer“, meint Baureferent Daniel Ulrich. Er hält die Erwartung klein, dass eine langfristige Lösung viel eleganter wird: Die Spielräume seien klein, aber man wolle alle Möglichkeiten ausloten.

Thomas Schrollinger (ÖDP) begrüßt den Kompromiss, mahnt aber an, dass dies nicht für die Zukunft so bleibt. Der Bahnhofsplatz als Visitenkarte der Stadt müsse eine bessere Gestaltung erhalten. Man solle dabei auch die Überlegung einbeziehen, dass man zu Fuß oberirdisch in die Altstadt kommt.

Der Artikel wurde am 6. November um 15.40 Uhr aktualisiert.

isa/sh/hv

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