11°

Dienstag, 20.04.2021

|

Gegen Stress: So hilft Yoga Kindern bei der Entspannung

Wegen der Pandemie fehlen Bewegung und Abwechslung - 07.03.2021 17:16 Uhr

Kerstin Gnodtke ist Personal Trainerin und Yogalehrerin aus Leidenschaft. Sie bietet auch für Kinder Yoga-Kurse an.

04.03.2021 © Kerstin Gnodtke, NNZ


Kerstin Gnodtke ist begeisterte Sportlerin. Sie läuft, schwimmt, fährt Rad und vieles mehr. Diese Freude an Bewegung gibt sie gerne weiter, zum Beispiel bei Yoga-Kursen. Die hält die dreifache Mutter und Personal Trainerin auch für Kinder.

Wie unterscheidet sich Yoga für Kinder von normalem Yoga?
Kerstin Gnodtke: Yoga ist immer die Verbindung von Körper, Atem und Geist, ein zu sich kommen, zur Ruhe kommen und achtsam sein. Das erreicht man mit den Körperübungen. Und das ist bei Kindern genau das gleiche. Nur wird die Yoga-Stunde oft durch eine Geschichte getragen, die die Phantasie der Kinder anregt und so ihren regen Geist besser mitnimmt.

Und warum ist das auch für Kinder wichtig?
Kerstin Gnodtke: Kinder brauchen Dehnung, Kräftigung und Entspannung, so wie die Großen. Heutzutage haben Kinder leider oft Bewegungsmangel und sind auch oft schon gestresst. Sie haben viele Termine oder Leistungsdruck. Beim Yoga bewegen sich Kinder durch wunderschöne Geschichten, körperlich und geistig und sie lernen einfache aber effektive Techniken, um sich zu entspannen.

Bilderstrecke zum Thema

Weg mit Corona-Speck: So bleibt man trotz Einschränkungen in Form

Das Home-Office hat seine Spuren hinterlassen. Weniger Bewegung, Schlabber-Klamotten und immer greifbare Snacks: Für viele Menschen bedeutet der Lockdown zum Jahresstart, weniger Fokus auf die eigene Fitness zu legen. Doch ein paar Optionen gibt es, um seine Pfunde zu verlieren. So gelingt es!


Und die Eltern?
Kerstin Gnodtke: Die dürfen gerne mit teilnehmen und können dann ihren Kindern helfen, die Techniken im Alltag umzusetzen

Ist Bewegungsmangel gerade jetzt ein Problem?
Kerstin Gnodtke: Tatsächlich führt zum Beispiel Homeschooling zu verstärktem Bewegungsmangel. Schon einfach weil der Schulweg fehlt und der Sportunterricht. Aber es entsteht auch ein Mangel an Unterhaltung für den Geist, da ja die Pausen wegfallen, wo Kinder sich spielerisch und kreativ mit andern Kindern austauschen konnten. Kinder-Yoga schafft hier eine wunderschöne Verbindung.

Also einen Ausgleich.
Kerstin Gnodtke: Ja. Die Kinder sollen etwas lernen. Aber wir Menschen brauchen so viel mehr als nur Lernstoff. Und Eltern müssen oft zu Hause arbeiten und können nicht den ganzen Tag über für Ausgleich sorgen. Da ist es eine schöne Abwechslung, wenn Kinder - auch wenn es nur online ist - sich bewegen und mit anderen Kindern gemeinsam etwas Schönes erleben können.

Bilderstrecke zum Thema

Langeweile im Lockdown? 15 Freizeittipps in Zeiten von Corona

Trüber Tag? Langeweile? Durch den Lockdown kann man nur noch wenig mit seiner Freizeit anstellen? Falsch! In unserer Slideshow zeigen wir Ihnen Ideen, wie man auch aus dem tristesten Tag das Beste herausholen kann. Und das, ohne einen Schritt vor die Tür zu tun!


Haben Sie dafür Tipps?
Kerstin Gnodtke: Ich empfehle, wie gesagt, dass die Eltern ab und zu mal mitmachen beim Yoga und den Kindern dann helfen, das in den Alltag einzubauen. Zum Beispiel als Entspannung vor dem Schlafengehen oder vor wichtigen Schulaufgaben.

Und wenn die Zeit dafür nicht reicht?

Kerstin Gnodtke: Schön ist auch, sich nach jeder Kinder-Yoga-stunde vom Kind etwas zeigen zu lassen oder das Kind zu bitten, einem etwas beizubringen. Kinder teilen gern ihre Erfahrungen und fühlen sich wertgeschätzt, wenn sie Mama und Papa etwas wichtiges beibringen können. Und den Eltern kann etwas Entspannung oder Bewegung vielleicht auch guttun. Außerdem kann man die Sachen auch in den Alltag einbauen - zum Beispiel als Aufräum- oder Anzieh-Yoga.

Wie erleben Sie persönlich den Lockdown?
Kerstin Gnodtke: Der Lockdown ist für uns alle eine große Herausforderung. Für mich ist es eine Zeit der Besinnung, was wirklich wichtig ist im Leben. Ich habe schon im ersten Lockdown gemerkt, dass wir als Familie mit zwei und jetzt mit drei Kindern vor allem ganz viel Struktur brauchen, damit alles weiter funktioniert. So haben wir unsere Routine entwickelt, die uns allen gut tut. Vor allem viel Zeit draußen und Bewegung sind ganz wichtig für uns. Wir versuchen uns jede Woche Highlights zu schaffen, kleine Feste zu feiern und immer wieder neues auszuprobieren.

Und beruflich?

Kerstin Gnodtke: Ja, langsam entsteht natürlich auch die Hoffnung, bald wieder ganz in echt Yoga zu machen. Wir sind doch soziale Wesen und brauchen die Interaktion miteinander.

Die Kurse von Kerstin Gnodtke sind hier zu finden. Sie hat auch schon für das Museum für Kommunikation einen Kinder-Yogakurs online gehalten - im Rahmen des Programms "Together@home".

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Nürnberg, Fürth