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GFE-Mammutprozess: Zehn Jahre Haft gefordert

Anklage will Betrug mit Blockheizkraftwerken mit hohen Strafen geahndet sehen - 06.02.2014 17:36 Uhr

Mit solchen Blockheizkraftwerken versprach eine Nürnberger Firma hohe Renditen für Anleger. Doch die Geldanlagen landeten laut Staatsanwaltschaft vor allem in den Geldbeuteln der Mitarbeiter.


Die anderen Angeklagten – meist ebenfalls Geschäftsführer oder hochrangige Mitarbeiter aus dem Vertrieb – sollen seiner Ansicht nach zwischen knapp vier und acht Jahren hinter Gitter. Ihnen wird betrügerischer Bankrott oder Betrug vorgeworfen.

Die deutsch-schweizerische Firma GFE soll mehr als 1400 Kunden im Jahr 2010 mit nicht funktionierenden „Blockheizkraftwerken in Containerbauweise“ um mehr als 62 Millionen Euro betrogen haben.

Ein Angeklagter soll nach Ansicht des Staatsanwalts acht Jahre und sechs Monate in Haft. Er sei der Koordinator hinter den Kulissen gewesen und habe billigend in Kauf genommen und gewusst, dass die Motoren in den Pflanzenöl-Heizkraftwerken alles andere als effizient waren. Er habe bereits zu Beginn der dubiosen Geschäfte in einer E-Mail geschrieben: „Nach zehn Monaten geht es normalerweise kaputt.“ Der Ankläger betonte: „Dies hätte so manchen Kauf verhindert.“ Ein weiterer Angeklagter, der frühere technische Chefentwickler der Firma, sei lediglich ein „Knecht ohne Erfahrung“ gewesen, zuvor Küchenchef in einem schlecht laufendem Lokal. 

dpa

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