Gigant im Untergrund: Nürnbergs Atom-Bunker öffnet

7.11.2019, 13:56 Uhr
30 Jahre nach dem Mauerfall finden im Bahnhofsbunker wieder Sonderführungen statt.

30 Jahre nach dem Mauerfall finden im Bahnhofsbunker wieder Sonderführungen statt. © Stefan Hippel

Wie man sich früher auf die atomare Bedrohung einstellte, wird besonders anschaulich in den sogenannten Atom-Bunkern, die vor chemischen und biologischen Kampfstoffen Schutz bieten sollten.

Der Bahnhofsbunker ist der größte noch verbliebene A-B-C-Bunker in Nürnberg. Knapp 2500 Menschen hätten für den Fall eines atomaren Schlagabtausches darin zwei Wochen lang Schutz finden sollen. Technologie zur Filterung und Kühlung der Luft, für die Wasserversorgung und Stromerzeugung sowie Waschräume, Toiletten, Küche und Liegeräume sind seit 1977 unverändert geblieben.

Anlässlich des Jubiläums 30 Jahre Mauerfall wird der Bunker geöffnet, wegen der großen Nachfrage an vier Tagen: Freitag, 8. November, von 15 bis 19 Uhr, Samstag, 9. November, von 10 bis 21 Uhr, Sonntag, 10. November, von 10 bis 18 Uhr und am Montag, 11. November (18 bis 21 Uhr). Der Eintritt beträgt 8,50 Euro. Startpunkt ist der Eingang in der Königstorpassage nahe der Bahnhofsmission. 


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Tickets gibt es über www.felsengaenge-nuernberg.de oder am Eingang zum Bunker während der Führungszeiten. Im Vorverkauf im Museumsladen am Albrecht-Dürer-Haus, Albrecht-Dürer-Str. 30, in der Tourist Info am Hauptmarkt (Hauptmarkt 18) oder in der Touristinfo am Bahnhof im Glasbau, Königstr. 93.

 

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