Gigantisch geplant, später gesprengt: Historische Bilder vom Märzfeld

8.3.2016, 20:06 Uhr
Gesamtplan des Reichsparteitagsgeländes aus dem Archiv von Albert Speer,  Postkate um 1938. F.: Stadtarchiv.
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Hitlers Reichsparteitagsgelände

Großes hatte Adolf Hitler mit seinem Reichsparteitagsgelände (hier der Gesamtplan von Architekt Albert Speer, abgedruckt auf einer Postkarte um 1938) vor. Nicht alles aber konnte er in Nürnberg realisieren. Mit Kriegsbeginn stagnierten die Bauarbeiten nicht nur für das überdimensionierte Stadion, sondern auch... © Stadtarchiv Nürnberg, oh

FOTO: Amt für Kultur und Freizeit, Repro Nürnberger NAchrichten. Veröffentlicht  am 12.4.1967 MOTIV: Nürnberg, Reichsparteitagsgelände, Märzfeld - Türme. Es  dauert nur noch kurze Zeit bis die restlichen fünf Märzfeldtürme vom Erdboden  verschwinden. Im dritten Reich waren 26 geplant für den Bau des Deutschen  Stadions. 11 Türme kamen zur AUsführung.
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24 Türme geplant

...insgesamt 24 Türme, die das Märzfeld umrahmen und so den Eindruck einer Festung erwecken sollten. Fertig gestellt wurden nur elf. © Amt für Kultur und Freizeit

Genau so wie hier verlaufen eine Unzahl großer und breiter Asphaltstraßen kreuz und quer durch den Irrgarten des Parteitaggeländes. Besonders bei Nacht gleichen derartige Stellen einem
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Im Irrgarten des Parteitagsgeländes

Genau so wie hier verlaufen eine Unzahl großer und breiter Asphaltstraßen kreuz und quer durch den Irrgarten des Parteitaggeländes. Besonders bei Nacht gleichen derartige Stellen einem "grauen Meer". © Gertrud Gerardi

Das Soldatenlager als Familientreffpunkt: Viele Mütter kamen, um zu sehen, wie es ihren Söhnen ergeht. Nachdem die Angehörigen die
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Massenbesuch im Biwak unter den Märzfeldtürmen

Das Soldatenlager als Familientreffpunkt: Viele Mütter kamen, um zu sehen, wie es ihren Söhnen ergeht. Nachdem die Angehörigen die "Front" der Panzer abgeschritten hatten, setzten sie sich mit ihren jungen Leuten gemütlich zusammen. Für Nachschub sorgte in diesem Falle ein Bierauto. Das Bild stammt aus dem Jahre 1961 und zeigt Bundeswehr-Soldaten. © Ulrich

Mit Kind und Kegel spazierten die Nürnberger unter den Geschützen der Panzer einher. Auf den Türmen der Kolosse hatte sich die Jugend eingenistet, um
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Besucher im Lager unter den Märzfeldtürmen

© Ulrich

MOTIV: Märzfeld, Türme, Märzfeldtürme, Sechziger Jahre..FOTO: ..Veröffentlicht  09.02.1961..BU: So sieht einer der Wälle zwischen zwei Türmen aus. Kein Wunder,  daß auch die Beseitigung dieser Verbindungsgänge Schwierigkeiten birgt. Der  Abbruch der Türme genügt nicht. ..Überschrift: Drei Angebote liegen vor, ihre  100000 Kubikmeter Masse scheibchenweise abzusäbeln - Die Märzfeldtürme in der  Mühle
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Schaumanöver der Wehrmacht

Die Türme waren durch Wälle miteinander verbunden. Zudem plante Architekt Speer Tribünen, die etwa 250.000 Zuschauern Platz geben sollten und von wo aus die Massen die Schaumanöver der Wehrmacht hätten bestaunen sollen. © NN-Archiv, oh

Die elf steinernen Giganten im Märzfeld-Gelände, deren Abbruch so große Sorgen bereitete. Neun von ihnen waren fertig und 34 Meter hoch. 100.000 Kubikmeter Masse steckte in den Türmen und den Wällen zwischen ihnen.
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Die Märzfeldtürme vor der Sprengung

Die elf steinernen Giganten im Märzfeld-Gelände, deren Abbruch so große Sorgen bereitete. Neun von ihnen waren fertig und 34 Meter hoch. 100.000 Kubikmeter Masse steckte in den Türmen und den Wällen zwischen ihnen. © Bischof und Broel

Noch weiden Schafe, wo Jahre später riesige Häuserblöcke stehen. Im Hintergrund zwei Märzfeldtürme, ihnen steht aber die Sprenung bevor.
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Die Amerikaner übergaben einen Teil der Langwasserwiese...

Es weiden Schafe an der Stelle, wo Jahre später riesige Häuserblöcke stehen. Im Hintergrund zwei Märzfeldtürme, ihnen steht die Sprenung bevor. © Hans Kammler

MOTIV: Märzfeld, Türme, Märzfeldtürme, Sechziger Jahre..FOTO:  Gerardi..Veröffentlicht 09.02.1961..BU: Die Atmosphäre des Kriminalfilms
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34 Meter hohe Türme

Im Inneren der Türme führten zahlreiche Stufen rund 34 Meter nach oben. Darüber welche Funktion die Türme mit einer Mauerstärke von etwa einem Meter sonst noch hatten... © Gertrud Gerardi

MOTIV: Märzfeld, Türme, Märzfeldtürme, Sechziger Jahre. Teilansicht von einem  der riesigen Türme mit der Toreinfahrt im Hintergrund einer der elf Türme, wie  man sie von der Autobahn-Zubringerstraße Nürnberg - Feucht aus sieht. Im  Dritten Reich sollte hier das größte Stadion der Welt entstehen...FOTO: dpa...:
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Teil des Stadtbildes

... ist nichts bekannt. Bis Anfang der 1960er Jahre konnten die Nürnberger die Märzfeld-Baustelle betreten. Die Türme waren... © dpa

Nürnberg, Sechziger Jahre, historisch, 1961, Märzfeld, Foto: Gerardi, Veröff.  in den NN am 14.02.1961 Überschrift: Erweiterung des Flughafens auf der Grossen  Straße beeinflußt geplante Verlegung - Neubauten gleich auf Abbruch Unmittelbar  vor dem nördlichsten der Märzfeldtürme ist das neue Vorfeld des Feldflugplatzes  aus Stahlplanken errichtet worden.Oberst Schlanser und der Standortkommandant,  Oberst Waugh, auf der neuen Rollbahnanlage.
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Lager für die US-Army

... unter anderem vom Ende der Großen Straße aus zu sehen, die die Kongresshalle mit dem Märzfeld verband. Die US-Army nutzte das Areal zunächst als Lager und als Truppenübungsplatz. Weil die Stadt aber... © Gertrud Gerardi

Märzfeld, Märzfeldtürme, Sechziger Jahre, ..FOTO: Friedl Ulrich..Veröffentlicht  in den NN am 27.04.1966..BU: Ein
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Wohnflächen gesucht

... dringend neue Flächen für den Wohnungsbau benötigte, wurden die Türme und Wälle 1966 vor den Augen zahlreicher Medienvertreter aus dem In- und Ausland ... © Friedl Ulrich

Märzfeld, Märzfeldtürme, Sechziger Jahre, ..FOTO: Friedl Ulrich..Veröffentlicht  in den NN am 27.04.1966..BU: Die Geschichte der Sprengung am Beispiel des  Turmes E: die Ladungen sind gezündet, es kracht, Rauch breitet sich aus, der 36  m hohe Koloß erbebt, aber er fällt nicht in sich zusammen. ..Überschrift:  Überschrift: Bei den ersten Sprengungen gab es zwar viel Rauch, aber die  Steinkolosse fielen nicht um - Zähe Märzfeld - Türme: einer blieb stehen
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Zähe Türme

... gesprengt. Dabei erwiesen sich die Türme zäher als gedacht. Denn nach den ersten Sprengsätzen gab es... © Friedl Ulrich

Märzfeld, Märzfeldtürme, Sechziger Jahre, ..FOTO: Friedl Ulrich..Veröffentlicht  in den NN am 27.04.1966..BU: Als die Rauchschwaden verflogen sind, zeigt es  sich, daß an dem Steinriesen eine ganze Ecke fehlt, sein ganzes Gewicht nur  noch auf ein paar Quadern lastet, er jedoch ungebrochen steht...Überschrift:  Überschrift: Bei den ersten Sprengungen gab es zwar viel Rauch, aber die  Steinkolosse fielen nicht um - Zähe Märzfeld - Türme: einer blieb stehen
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Jede Menge Rauch

... zwar jede Menge Rauch, doch die Türme blieben stehen. Die NN vermeldeten damals: "Als die Rauchschwaden verflogen sind, zeigt es sich, daß an dem Steinriesen eine ganze Ecke fehlt, sein ganzes Gewicht nur noch auf ein paar Quadern lastet, er jedoch ungebrochen steht." © Friedl Ulrich

Nur ein Stumpen - gemessen an der Größe der übrigen Türme - war am Nachmittag schon so zusammengefallen, wie es sich die Pioniere der Bundeswehr gewünscht hatten. Dahinter aber stand noch einer von vier Kolossen, die sich beim ersten Versuch nicht in die Luft jagen ließen.
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Die Steinkolosse fielen anfangs einfach nicht um...

Nur ein Stumpen - gemessen an der Größe der übrigen Türme - war am Nachmittag schon so zusammengefallen, wie es sich die Pioniere der Bundeswehr gewünscht hatten. Dahinter aber stand noch einer von vier Kolossen, die sich beim ersten Versuch nicht in die Luft jagen ließen. © Friedl Ulrich

Märzfeld, Märzfeldtürme, Sechziger Jahre, ..FOTO: Friedl Ulrich..Veröffentlicht  in den NN am 27.04.1966..BU: Beim zweiten Versuch am Abend gibt es für Turm E  kein Halten mehr. Unter lautem Getöse sinken die Travertin -Quader zu Boden.
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Kein Halt mehr für Turm E

"Beim zweiten Versuch am Abend", hieß es in der Ausgabe vom 27. April 1966, "gibt es für Turm E kein Halten mehr. Unter lautem Getöse sinken die Travertin -Quader zu Boden." © Friedl Ulrich

Auch vom Märzfeldturm
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Auch dieser Turm kaptulierte schließlich...

Auch vom Märzfeldturm E sind nur noch Trümmer übriggebleiben. Die Pioniere aus Ingolstadt, die in der Nacht zum Mittwoch Wache gehalten haben, jagten um 6.45 Uhr auch diesen Steinkoloß in die Luft, der zuvor als einziger von fünf Märzfeldtürmen der Sprengaktion widerstanden hatte. © Friedl Ulrich

Märzfeld, Märzfeldtürme, Sechziger Jahre, Sprengung..FOTO: Hans Kammler.  ..Veröffentlicht in den NN am 24.04.1967..BU: Dieses Bild wiederholte sich  fünfmal. Jeder Turm stürzte wie ein Kartenhaus zusammen. Die Wohnblocks im  Hintergrund blieben heil...Überschrift: Auch die letzten fünf Türme auf dem  Märzfeld sind dem Erdboden gleichgemacht l- In 54 Minuten war der Spuk vorbei
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Erste Sprengung 1966

Sechs der insgesamt 11 Türme wurden 1966 dem Erdboden gleich gemacht. Die restlichen fünf aber... © Hans Kammler, oh

Märzfeld, Märzfeldtürme, Sechziger Jahre, Sprengung...FOTO:  Ulrich..Veröffentlicht 27.04.1966..BU: Fünf Türme auf dem Märzfeld im  ehemaligen Nürnberger Reichsparteitag-Gelände, die gestern nachmittag gesprengt  werden sollten, erwiesen sich als äußerst hartnäckig. Beim ersten Versuch  blieben vier der 36 Meter hohen Kolosse von einem Meter Mauerstärke stehen.  Während einer von ihnen kaum wankte, wurden drei nur seitlich aufgerissen. Eine  Einheit der Bundeswehrpioniere aus Ingolstadt mußte am Abend noch einmal starke  Haftladungden an die (sic!) Steinriesen befestigen, ehe sich drei von ihnen zur  Erde neigten. ... Fünf weitere Türme auf dem Märzfeld können erst im nächsten  Jahr gesprengt werden, weil sie in der Nähe von amerikanischen Einheiten  stehen, die noch verlegt werden sollen. ..Überschrift: Sprengung mit  Hindernissen: die Türme auf dem Nürnberger Märzfeld fielen
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Gefahr für US-Army

...kamen erst ein Jahr später dran. Sie standen zu nahe am Standort der US-Truppen, die erst noch verlegt werden mussten. © Friedl Ulrich

100000 Kubikmeter Beton, Klinker und Granit-Steinmasse enthalten die Nürnberger Märzfeld-Türme. 11 Türme, neun davon fertig und je 34 Meter hoch, die beseitigt werden. An Ort und Stelle sollte alles zermahlen und zu Baumaterial verarbeitet werden für den wachsenden Stadtteil Nürnberg-Langwasser.
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Die Spuren der Vergangenheit wurden zermahlen...

100.000 Kubikmeter Beton, Klinker und Granit-Steinmasse enthalten die Nürnberger Märzfeld-Türme. Elf Türme, neun davon fertig und je 34 Meter hoch, die beseitigt werden. An Ort und Stelle sollte alles zermahlen und zu Baumaterial verarbeitet werden für den wachsenden Stadtteil Nürnberg-Langwasser. © keystone

In der Nachbarschaft des niedergelegten Turms wird fleißig gearbeitet. Ein schwerer Autokran hebt die übriggebliebenen Quader auf Lastzüge. Im Hintergrund die freigelegte Anlage.
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Abtransport der Steine mit Lastwagen..

In der Nachbarschaft eines niedergelegten Turms wird fleißig gearbeitet. Ein schwerer Autokran hebt die übriggebliebenen Quader auf Lastzüge. Im Hintergrund die freigelegte Anlage. © NN/historisch

Auch die letzten fünf Türme auf dem Märzfeld sind dem Erdboden gleichgemacht. In 54 Minuten war der Spuk vorbei.
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Die Sprengung der Türme

Auch die letzten fünf Türme auf dem Märzfeld sind dem Erdboden gleichgemacht worden. In 54 Minuten war der Spuk vorbei. © Hans Kammler

Filmaufnahmen auf dem Märzfeld im Auftrag der Bundesbahn, die erste Eisenbahn wird gefilmt. Im Hintergrund sind die Märzfeld-Türme sichtbar.
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Imagefilm für die Bundesbahn

Auch der ehemalige Bahnhof Märzfeld war Schauplatz besonderer Ereignisse: Filmaufnahmen auf dem Märzfeld in den 1950er Jahren im Auftrag der Bundesbahn. Die erste Eisenbahn wird gefilmt, im Hintergrund sind die Türme sichtbar. © Gerardi

Die 1956 zur Unglücksstelle am Bahnhof Märzfeld geeilten Bahnbeamten fanden durcheinandergeworfene Eisenbahnwaggons und beschädigte Autos vor. Der Wagen im Vordergrund auf den Schienen wurde regelrecht von einem Puffer aufgespießt
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Eisenbahnunfall am Bahnhof Märzfeld

Die 1956 zur Unglücksstelle am Bahnhof Märzfeld geeilten Bahnbeamten fanden durcheinandergeworfene Eisenbahnwaggons und beschädigte Autos vor. Der Wagen im Vordergrund auf den Schienen wurde regelrecht von einem Puffer aufgespießt. © Mandelsloh

Hier war ehemals das Märzfeld.
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Neuer Stadtteil entstanden

Das Areal, auf dem die Türme standen, gehört heute zum Stadtteil Langwasser. Eingerahmt ist die Fläche des ehemaligen Märzfelds zu sehen.
Einen historischen Rückblick auf das gesamte Reichsparteitagsgelände in Bildern finden Sie hier. Was in Nürnberg vor 50 Jahren los war, können Sie in unseren Kalenderblättern nachlesen. © NN Archiv