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Giraffen im Schnee: So gehen die Nürnberger Zootiere mit dem Winterwetter um

Huftiere des Nürnberger Tiergartens kommen mit der Witterung gut zurecht - 10.02.2021 05:56 Uhr

Die Giraffen können derzeit ihren Stall verlassen und ein paar Runden im Freien drehen. Wichtig ist, dass die Plattform vor dem Haus eisfrei ist.

08.02.2021 © Jörg Beckmann/Tiergarten Nürnberg


Die Giraffe stakst gemächlich durch den Schnee. Normalerweise sind die Huftiere in ihrer afrikanischen Heimat eher trockenes und heißes Wetter gewöhnt, wobei es auch dort gelegentlich schneien kann. Die Pfleger haben die Plattform vor dem Nürnberger Giraffenhaus frei gekehrt. Denn Glatteis wäre gefährlich für die über vier Meter hohen Tiere, die momentanen Temperaturen sind es dagegen nicht.

Gesträubtes Fell oder Buckel

Die Giraffen drehen ihre Runden und wenn es ihnen zu ungemütlich wird, kehren sie in ihr Haus zurück. So geht es mit den meisten Huftieren am Schmausenbuck. Falls ihnen die Kälte im Freien zusetzt, stehen sie vor den Türen zum Stall und signalisieren mit aufgestelltem Buckel oder gesträubtem Fell, dass sie frieren und ins Warme wollen.

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Die Eisbären sind dagegen frosthart, sie stecken zweistellige Minusgrade locker weg. "Das ist ihnen völlig wurscht", meint Tiergarten-Direktor Dag Encke, "vielleicht spielen sie jetzt etwas weniger im Wasser. Aber ansonsten machen ihnen Kälte und Schnee nichts aus."

Erfrierungen an den Händen

Ganz im Gegensatz zu den hiesigen Pavianen: Einige Exemplare dieser Affenart hatten in früheren Wintern Erfrierungen an den Händen. Sie bekommen es offenbar nicht mit, ab welchem Zeitpunkt die Kälte für sie gefährlich wird. Daher sperren die Pfleger die derzeit 44 Paviane vorsorglich in ihr warmes Affenhaus. Nur: Es ist gar nicht so leicht, die ganze Horde dort hinein zu locken.

Im Winter müssen alle Paviane des Tiergartens in ihrem Affenhaus bleiben.

08.02.2021 © Harald Sippel


Denn mittlerweile haben die Primaten erkannt, dass der Schieber erst verschlossen wird, wenn alle im Gebäude sind. "Das Kniffligste ist, sie zu überlisten", meint Encke, "denn sie versuchen, dem Wegsperren zu entgehen."

Die Gorilla-Gruppe im Nachbargehege formt draußen Schneebälle und schleckt daran. Auch die Robben gehen gelegentlich spielerisch mit der weißen Pracht um: Sie wälzen sich im weichen Schnee oder nutzen ihn, um darauf zu schlittern. Auf jeden Fall bringt der Wintereinbruch Abwechslung in den derzeit etwas eintönigen Alltag.

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