Dienstag, 12.11.2019

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Granate explodiert bei Reinigung: Nürnberger verletzt sich schwer

Der Mechatroniker wurde in ein Krankenhaus gebracht - 09.08.2019 12:06 Uhr

Mit seinem Metallsuchgerät entdeckte der Nürnberger in einem Waldstück in der Nähe des Eisweihers in Nürnberg-Fischbach die Granate, als er nach Metallteilen suchte. Die zwei Zentimeter große Sprenggranate war dabei noch intakt. Zuhause in seiner Nürnberger Wohnung wollte er die Munition reinigen - dabei kam es zur Explosion. Der Mechatroniker erlitt erhebliche Verletzungen an beiden Händen und wurde in ein Krankenhaus gebracht.

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Blindgänger in der Region Nürnberg: Eine Chronik der Bombenfunde

Alarmsirene und Bombenhagel: Spätestens seit 1941 bekamen die Nürnberger die Schrecken des Zweiten Weltkrieges hautnah zu spüren. Immer wieder drangen alliierte Flugzeugverbände in den Luftraum über der Noris ein, um die Stadt zu bombardieren. Der Krieg ist seit 1945 beendet, doch seine Zeugnisse liegen noch im Erdreich unter der Frankenmetropole begraben. Immer wieder tauchen bei Bauarbeiten und Erdrutschen verrostete Fliegerbomben auf.


Nach seiner Entlassung verständigte er am Mittwoch, den 7.08., eine Privatfirma, die sich auf die Beseitigung von Kampfmitteln spezialisiert hat, um die Überbleibsel des Fundes zu entsorgen. Als deren Mitarbeiter dann am Donnerstag die Wohnung betraten und die Kriegsmunition identifizierten, informierten sie umgehend die Polizei. Als eine Streife der Polizeiinspektion Nürnberg-West dann mögliche weitere Munitionsreste vor Ort fand, übernahmen die Waffen- und Sprengstoffexperten des Bayerischen Landeskriminalamtes sowie die Staatsanwaltschaft Nürnberg/Fürth die weiteren Ermittlungen.


100 Kilo Sprengstoff: Bombe am Wöhrder See entschärft


Entgegen den Vermutungen wurde keine weitere Munition gefunden. Den 35-Jährigen erwartet ein Ermittlungsverfahren wegen eines Vergehens nach dem Sprengstoffgesetz. In Zusammenhang mit dem aktuellen Fall rät das BLKA beim Auffinden von gefährlichen oder sprengstoffverdächtigen Gegenständen "eindringlich diese vor Ort zu belassen, nicht in die Hand zu nehmen oder anderweitig zu bewegen und umgehend die Polizei über die Notrufnummer 110 zu verständigen."

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Bombe im Wöhrder See: "Zerscheller" aus Zweitem Weltkrieg gefunden

Ende Juli 2019 wurde bei Baggerarbeiten im Wöhrder See eine Bombe gefunden. Der Blindgänger mit 100 Kilogramm Sprengstoff wurde nahe der Gustav-Heinemann-Brücke aus dem Schlamm gezogen, Zünder und Detonator waren noch intakt. Ein Krisenstab war im Einsatz, das Gelände wurde im Umkreis von etwa 500 Metern evakuiert.



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mch

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