Grenzen setzen im Netz

8.10.2015, 20:41 Uhr

Digitale Medien sind immer mehr Teil des Alltags und aus Schule und Freizeit für die meisten Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Durch sie können Mädchen aber auch digitaler Gewalt ausgesetzt sein. Im Workshop „Sicherheit im Netz“ lernen sie, wie sie sich davor schützen können und welche Formen digitaler Gewalt illegal sind.

Die Zahl der verfügbaren Apps im Google Play Store stieg im Mai dieses Jahres auf 1,5 Millionen an, im Apple Play Store waren es 1,4 Millionen. Bei einer solchen Auswahl fällt es schwer, für sich selbst die richtigen Angebote zu finden und die eigenen Kinder vor den „falschen“ zu bewahren. Zudem erziehen sich Kinder und Jugendliche heutzutage im Umgang mit den digitalen Medien oft selbst, Ältere können da gar nicht so leicht mithalten.

Internet und Handyverbot sind ähnlich schwer umzusetzen wie die komplette Kontrolle aller Nachrichten in sozialen Netzwerken. Entscheidend aus pädagogischer Sicht ist, dass erwachsene Bezugspersonen mit den Jugendlichen in Kontakt bleiben und sich interessieren für die Medien, die benutzt werden.

Der Verein Aura bietet zudem Schulungen speziell für Mädchen an. Die Kursinhalte richten sich dabei ganz individuell nach den Teilnehmerinnen, sind vielfältig und in der Auswahl flexibel. Es wird also keine der Kursleiterinnen einen Fachvortrag über Cyber-Mobbing halten, wenn bei den Mädchen Sexting gerade ein heißes Thema mit vielen offenen Fragen ist. Den Kursleiterinnen ist im Workshop besonders wichtig, dass die Mädchen dabei selbst bestimmen, wie viel oder ob sie etwas von sich preisgeben. Durch Gespräche, Fallbeispiele und Rollenspiele lernen die Teilnehmerinnen, Grenzen zu setzen.

 Infos und Anmeldung unter www.aura-nuernberg.de

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