Freitag, 22.01.2021

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Grüne fordern Querung für Radler am Hauptmarkt

Antrag für zweijährigen Testlauf gestellt - Zeichen für Klimaschutz setzen - 13.06.2014 05:58 Uhr

Radfahrer queren schon heute den Hauptmarkt. Erlaubt ist das zwar nicht, aber debattiert wird über eine Öffnung schon seit Jahren. Die Grünen fordern nun einen Testlauf auf einer Strecke vor dem Rathaus, Hauptmarkt 18.

12.06.2014 © Günter Distler


Der 1540 Kilometer lange Paneuropa-Radweg führt von Paris über Nürnberg nach Prag. Mit einer markanten Unterbrechung - eben am Hauptmarkt - können die Radler die Route so durchfahren. Seit Jahren setzen sich der ADFC und die Grünen dafür ein, dass die Querung erlaubt und damit auch diese Lücke in der Altstadt geschlossen wird. „Damit soll auch ein Zeichen für den Klimaschutz gesetzt werden“, betont Mletzko.

Er hat daher den Antrag für den Verkehrsausschuss gestellt, einen zweijährigen Modellversuch zu starten. „Die Veränderungen sollen frühzeitig kommuniziert werden, damit es ein gelungenes Miteinander von Fußgängern und Radlern gibt.“ Immer nur mögliche gegenseitige Behinderungen herauszustellen, hält er für kontraproduktiv. Nach zwei Jahren, so der Fraktionsvorsitzende, sollen die Erfahrungen ausgewertet werden.

Auch wenn es offiziell verboten ist: Radler nutzen die Querung auf dem Hauptmarkt unterhalb des Rathauses jetzt schon. Die Alternativroute über den Rathausplatz wird meist ignoriert und nicht angenommen.

Immer wieder Thema

Mletzko beruft sich auch auf die Beteiligung der Bürger zur Umgestaltung des Hauptmarkts ab 2016. Hier sei die Querung immer wieder ein Thema gewesen. „Grundsätzlich kann eine Querung des Hauptmarkts in Form einer Beschilderung, sei es zeitlich beschränkt oder ganztags, erfolgen. Bei Veranstaltungen könnte durch Klappbeschilderung der Radverkehr untersagt werden“, zitiert Mletzko aus einer Zusammenfassung der Stadtverwaltung zur Öffentlichkeitsbeteiligung.

Die Polizei habe keine Einwände. Auch im Stadtrat gibt es viele Befürworter. Durchgerungen hat man sich bisher in der Großen Koalition aus SPD und CSU aber nicht. Abgelehnt wird die Querung nämlich vom CSU-geführten Wirtschaftsreferat, das in dieser eine Störung des Marktbetriebs sieht. Die SPD konnte sich bisher nicht zu einem Beschluss mit anderen Parteien durchringen.

ANDREAS FRANKE (Nürnberger Nachrichten)

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