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Heidi D.: Polizei durchsucht Haus mit Leichenspürhunden

Tiere reagieren laut Polizei mehrfach - Einsatz dauert womöglich bis Dienstag - 14.05.2018 12:10 Uhr

Polizisten durchsuchen aktuell das Anwesen in Fischbach, in dem die vermisste Postbotin Heidi D. wohnte. © Alexander Brock


Seit 6 Uhr am Montagmorgen ist ein großes Aufgebot der Polizei in der Pellergasse 6 im Nürnberger Stadtteil Fischbach zu Gange. Beamte der Mordkomission der Kriminalpolizei Nürnberg, der Bereitschaftspolizei und des LKA durchsuchen das Anwesen, in dem Heidi D. gewohnt hatte. Von der Postbotin fehlt jede Spur, sie war vom Joggen nicht mehr nach Hause gekommen - seit dem 13. November 2013 gibt es kein Lebenszeichen von ihr. Im vergangenen Dezember griff die Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" den Fall auf.

Bereits im August 2015 hatten die Ermittler das Haus durchforstet - nun haben sich durch die Ermittlungen der Kripo neue Ansatzpunkte ergeben, aufgrund derer die Staatsanwaltschaft eine erneute Hausdurchsuchung anordnete. Die Beamten durchsuchen aktuell das Anwesen, zwei Laubhütten im Garten sowie die Garage werden komplett ausgeräumt und die Gegenstände auf einen Lkw verladen.

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Postbotin Heidi D.: Polizei durchsucht Anwesen mit Spürhunden

Ein Großaufgebot der Polizei und weiterer Einsatzkräfte durchkämmte in Nürnberg-Fischbach erneut das Anwesen der seit 2013 vermissten Postbotin Heidi D. Auch Leichenspür- und sogenannte Archäologie-Hunde kamen dabei zum Einsatz.


Bei der Aktion kommen auch Leichenspürhunde zum Einsatz, die auch reagierten. "Leichensuchhunde sind darauf spezialisiert, Leichengeruch wahrzunehmen, auch nach längerer Zeit noch. Das war eben mehrfach der Fall", erklärte Polizeisprecher Bert Rauenbusch. Die Polizei geht an diesen Stellen noch einmal genau nach, die Suche wird sich allerdings noch ziehen, womöglich sogar bis zum Dienstag.

Zusätzlich sind Archäologie-Hunde vor Ort, die Tiere aus dem Raum Miesbach sind auf den Fund von Knochen spezialisiert. "Wenn die Hunde anschlagen, dann haben sie irgendwelchen Leichengeruch wahrgenommen. Es kann aber auch sein, dass Nachbars Katze unter dem Gartenhaus liegt und da verendet ist", betont Rauenbusch weiter.

Bisher will die Polizei nicht an die Bausubstanz des Hauses ran, allerdings hätten die Einsatzkräfte bei Bedarf die Möglichkeit, Stücke aus dem Mauerwerk zu entnehmen. Vor Ort sind zudem Spezialkräfte der Technischen Universität München, welche das Mauerwerk mit Ultraschall durchsuchen können.

Die Pellergasse ist für den normalen Autoverkehr derzeit komplett gesperrt, lediglich die Linienbusse befahren die Straße. Mehrere Schaulustige verfolgen von den umliegenden Balkonen aus die Vorgänge in der Pellergasse.

Im März 2018 war das Haus von Heidi D. unter den Hammer gekommen - eine Baufirma aus München erwarb das Anwesen in Fischbach für insgesamt 330.000 Euro. Nach wie vor wohnt der Lebensgefährte von Heidi D. in dem Haus, er war im Zuge der Ermittlungen immer stärker in den Fokus geraten.


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Alexander Brock/sha E-Mail

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