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Hinter den Kulissen der NN-Rockbühne: Diese Arbeit steckt dahinter

Am Samstag steht das Finale des Wettbewerbs an - 21.11.2019 10:58 Uhr

Am kommenden Samstag steigt ab 20 Uhr im Nürnberger Musikclub Hirsch, Vogelweiherstraße 66, das Finale der NN-Rockbühne. Vier Bands treten an, um den Sieger des laufenden Jahres zu küren. Unser Foto zeigt die Band Smash Your Foes aus Kronach bei ihrem Auftritt im Finale 2015.

20.11.2019 © Foto: Christian Deckelmann


Am Samstag, 23. November, steigt im Nürnberger Musikclub Hirsch, Vogelweiherstraße 66, das Finale der NN-Rockbühne. Anpfiff ist um 20 Uhr. Wir haben vorab mit Kalle Amtmann gesprochen, bei dem alle Fäden in Sachen Rockbühne zusammenlaufen.

Wieviel Arbeit, die man nicht sieht, steckt hinter der NN-Rockbühne?

Kalle Amtmann: Oh, einiges. Ganz viel ist Kommunikation mit und zwischen unseren Partnern, der Musikzentrale (MUZ), der Stadt Nürnberg, dem Jugendzentrum Quibble, wo die Vorrunden stattfinden, und dem Hirsch. Da gibt es einiges an Planungen vorab, aber immer auch Nachbesprechungen. Da kommt schon einiges an Stunden zusammen ...

Bei der NN-Rockbühne gibt es drei Vorrunden, bei denen jeweils vier Bands antreten. Der jeweilige Rundensieger sowie der nach Jurypunkten bestplatzierte Zweite ziehen ins Finale ein, wo dann der Sieger der NN-Rockbühne ausgespielt wird. Welche Regeln gelten für die Teilnehmer?

Amtmann: Die Musiker dürfen im Durchschnitt maximal 23 Jahre alt sein und sie müssen mindestens 30 Minuten Programm mit eigenen Liedern bestreiten können. An Coverversionen, also Fremdkompositionen, sind maximal zwei erlaubt. Wenn eine Band ins Finale kommt, dann müssen dort mindestens 50 Prozent der Bandmitglieder dieselben sein wie in der Vorrunde. 2020 werden wir das Durchschnittsalter der Bandmitglieder von 23 auf 27 Jahre anheben, weil wir die ganze Jugend erreichen wollen. Ganz früher lag die Altersgrenze übrigens bei 21 Jahren.

Kalle Amtmann (23) ist Marketing-Assistent im Verlag Nürnberger Presse. Seit Sommer 2017 betreut er die NN-Rockbühne – natürlich nicht hauptberuflich, sondern als ein Teil seines Jobs. Der Nürnberger ist auch privat ein großer Musikfan, macht aber selbst keine Musik.

20.11.2019 © Foto: Kalle Amtmann


Verfolgt Ihr, wie es mit den Bands nach der NN-Rockbühne weitergeht?

Amtmann: Klar. Jede Band, die es ins Finale schafft, darf ja auf einem Festival in der Region spielen: Der Sieger bei "Rock im Park", der Zweitplatzierte auf dem "Taubertal-Festival", die anderen beiden auf dem "Bibertal"-Festival und bei "Rock hinter der Burg" in Hilpoltstein, was auch eine wunderschöne Location ist. Da sind wir überall vor Ort. Danach verläuft sich der Kontakt meistens wieder, was ja aber auch klar ist ...

Welche Rockbühne-Sieger sind noch aktiv?

Amtmann: A Tale Of Golden Keys dürften die bekanntesten Rockbühne-Sieger sein. Ansonsten fallen mir noch die Partymetaller von Hyrax ein, die unter anderem immer wieder im Vorprogramm von J.B.O. auftauchen. The Great Bertholinis waren gut dabei, liegen aber gerade ein wenig auf Eis. Auch die Bands LEAK und Willow Child aus den letzten Jahren sind sehr umtriebig.

Vier Bands im Finale – vier Festivalauftritte. Da war’s an Preisen?

Amtmann: Nee, im Hintergrund läuft auch noch eine Unterstützung in Form von Preisgeldern. Die werden jedoch nicht ausbezahlt, sondern müssen für eine musikalische Verwendung ausgegeben werden, beispielsweise für Tonaufnahmen für ein neues Album oder für einen Videoclip. Das wird dann aber individuell mit den Bands besprochen. Und: Wir haben bei jeder der drei Vorrunden ein Filmteam vor Ort, das den Auftritt mitfilmt. So kriegt jede Gruppe, die an der NN-Rockbühne teilnimmt, einen fertig geschnittenen Videoclip von einem ihrer Lieder.

Bringt die NN-Rockbühne den Bands was? Öffnet sich dann die ein oder andere Tür?

Amtmann: Was an Erfahrung auf jeden Fall bleibt, ist der Auftritt auf einer großen Bühne – eine Erinnerung fürs Leben. Am Ende des Tages ist aber auch die NN-Rockbühne nur ein Musikpreis von vielen. Ob die einzelne Band damit und daraus etwas macht, liegt natürlich oft an den Musikern selbst.

In all den Jahren fand sich wenig Hip-Hop und noch weniger Jazz auf der Rockbühne. Woran liegt das?

Amtmann: Ich fürchte am Namen (lacht). Da steckt Rock drin, das schreckt vor allem die genannten Stilrichtungen ab. Aber beispielsweise auch Blues kommt wenig vor. Das ist aber nicht gewollt. Wir hätten sehr gerne viel mehr Bands aus dieser Ecke. Gut, Rap ist speziell: Die Rockbühne ist ein Jurywettbewerb und die Bewertungskriterien greifen nicht, wenn die Beats vom Band kommen.

Stefan Gnad

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