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Horch amol: Kristina Becker möchte Söder empfangen

Treuchtlinger Bürgermeisterin will trotz Corona in ihrer Stadt für Bewegung sorgen - 29.07.2020 20:11 Uhr

Sie hat zwei Doktortitel und war zuletzt als deutsche und europäische Patentanwältin tätig. Dann entschloss sich die heute 54-Jährige im März 2020 in Treuchtlingen gegen den seit zwölf Jahren amtierenden Bürgermeister Werner Baum anzutreten. Dr. Dr. med. Kristina Becker, die zudem noch auch Niedersachsen stammt, obsiegte mit 56,5 Prozent der Stimmen.

Warum geht eine zweifache promovierte Neurologin, die neugierig auf das war, was sich "im Hirn tut" und sich zunächst der Forschung verschrieben hatte, später in eine Rechtsanwaltskanzlei nach München um internationale Kunden in Sachen Patentrecht zu beraten? Und wie ist es, dann plötzlich Bürgermeisterin in einer Stadt mit gerade mal 13.000 Einwohnern zu sein.
Die Antworten von Kristina Becker sind von Pragmatismus geprägt. Natürlich spielt die Familie eine große Rolle. Ihr Mann ist gebürtiger Treuchtlinger, die drei Kinder verlangten ihren Tribut und da war - nach ihrer Ansicht - der Job in einer Anwaltskanzlei nicht die schlechteste Lösung.

Horch amol: Kristina Becker möchte Söder empfangen

Zeit ist als amtierende Bürgermeisterin jetzt allerdings wieder ein rares Gut. Die Weiterentwicklung der Stadt verlangt viel persönlichen Einsatz. Die Themenpalette ist groß. Vom raren Wohnraum über den Sanierungsbedarf in der Altstadt bis hin zu einem Konzept für den Ausbau der touristischen und medizinischen Angebote. Langeweile kennt Kristina Becker in ihrem neuen Amt nicht. Dazu kommt die Coronakrise, die praktisch mit dem Tag ihrer Wahl den Alltag mitbestimmt. Sie setzt auf die Unterstützung des Freistaats. "Förderung und Sicherung gleichwertiger Lebens- und Arbeitsverhältnisse in Stadt und Land sind in der bayerischen Verfassung verankert", sagt Becker. Der CSU-Frau wäre es am Liebsten, sie könnte mit Markus Söder darüber mal direkt in Treuchtlingen sprechen. Schließlich halten schon jetzt viele ICE- und IC-Züge täglich in der Eisenbahnerstadt, aus denen der Ministerpräsidenten mal schnell herausspringen könnte. Doch hören Sie selbst...


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