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Hotelturm in Nürnberg: Betreiber halten an Plänen fest

Baukunstbeirat bleibt skeptisch - Gespräch mit Stadtspitze - 10.02.2019 06:49 Uhr

Das geplante Hotel-Hochhaus (vorne links im Bild) steht aus Sicht der Experten in Konkurrenz zur Meistersingerhalle (rechts) und auch zu dem geplanten Konzertsaal (hinten), die beide flach ausfallen.

29.11.2018 © Andreas Franke


Das Ramada Parkhotel wurde Ende der siebziger Jahre gebaut und ist inzwischen zu klein. Schon 2001 hat Hotelier Werner Rübsamen eine Baugenehmigung für die Aufstockung des Hotels beantragt. Statt 183 Zimmer sollten 243 an dem Standort untergebracht werden. Das Projekt wurde nicht realisiert. Durch den geplanten Bau einer Konzerthalle wurde aber ein neuer Anlauf für ein größeres und modernes Hotel unternommen.

Architekt Matthias Loebermann stellte im November einen Entwurf für eine 46 Meter hohes, schmal gehaltenes Hotel vor. Mitglieder des Baukunstbeirats befürchteten allerdings, dass das Hotel, das so hoch ist wie der angrenzende Turm der N-Energie, die Sichtverhältnisse zur Meistersingerhalle, zur neuen Konzerthalle und zum Luitpoldhain beeinträchtigen würde. In der jüngsten Sitzung des Baukunstbeirats versuchte Loebermann mit Detailstudien zu überzeugen, dass das nicht der Fall ist und warum der schmale Turm die ideale Lösung ist: Er verbraucht keine neue Grünfläche.

Am Ende vergeblich. Der Baukunstbeirat machte dagegen drei eigene Vorschläge: Renovierung des alten Hotels, Aufstockung und Bau eines Atriumhotels nach den Plänen von 2001 oder ein Architektenwettbewerb. Allerdings sind die Vorschläge nicht bindend, sondern beratend. Julia Rübsamen, Tochter von Werner Rübsamen, will am Hotelturm festhalten und das Gespräch mit der Stadtspitze suchen.

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André Fischer

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